Michael Pröls neuer Stadtförster

Bürgermeister Franz Stahl stellte am Donnerstag den neuen Stadtförster Michael Pröls (links) vor.
Lokales
Tirschenreuth
31.01.2015
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Der Stadtwald ist Wirtschaftsfaktor, aber auch wichtiger Erholungsort. Das war für Stadtförster Ewald Rumrich und die Kommune erklärtes Ziel, und das soll auch unter dem neuen Stadtförster Michael Pröls so bleiben.

Bei der Stadtratssitzung am Donnerstag stellte Bürgermeister Franz Stahl den Nachfolger von Ewald Rumrich vor. Der bisherige Förster ist seit 1987 in Diensten der Stadt. Zur Mitte dieses Jahres wird Rumrich dann den Ruhestand antreten. Der Tirschenreuther Wald braucht allerdings nicht auf eine qualifizierte Betreuung verzichten. Die Nachfolge tritt der 29-jährige Michael Pröls an, bisher Forstdienststellenleiter in Friedenfels. Neu ist, dass Prösl nicht direkt bei der Stadt angestellt sein wird, sondern die Aufgabe künftig über die Forstbetriebsgemeinschaft erledigt wird.

Bürozeiten im Rathaus

Bei der Sitzung durfte sich der neue Mann dem Gremium offiziell vorstellen. Pröls ist gebürtiger Tirschenreuther und aufgewachsen in Flossenbürg. Nach dem Studium in Weihenstephan folgte Anfang 2011 dann die Beschäftigung in Friedenfels - und jetzt die neue Herausforderung in der Kreisstadt. Seinen Dienst wird Pröls schon am 1. Februar bei der Forstbetriebsgemeinschaft beginnen. Für die Stadt wird er dann ab dem 1. April tätig sein. In den ersten Monaten wird der bisherige Stadtförster seinen Nachfolger noch entsprechend einarbeiten. Bürgermeister Franz Stahl freute sich auf eine weiterhin angenehme und konstruktive Zusammenarbeit. Der neue Förster werde allerdings nicht mehr bei der Stadt zu finden sein. Der Sitz der Dienststelle werde im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sein. Stahl konnte sich aber vorstellen, dass im Rathaus Bürozeiten eingerichtet werden. "Der neue Stadtförster bleibt weiter Ansprechpartner für die Bürger", versicherte Stahl.

Johann Meister, der Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft Tirschenreuth, gab sich zuversichtlich, dass die gute Partnerschaft fortbestehen wird. Die Stadt bat er, dass sie dem Stadtförster den entsprechenden Handlungsspielraum einräumt, damit er in seine Aufgabe auch eigene Vorstellungen mit einbringen kann. Michael Prösl schilderte Meister als einen fachkompetenten Mitarbeiter, der in erster Linie als Stadtförster eingesetzt werde.

Berr: Ein guter Griff

CSU-Fraktionssprecher Peter Gold baute auf eine weiterhin harmonische Zusammenarbeit. Bislang sei der Stadt auch der ökologische Aspekt im Stadtwald sehr wichtig gewesen, hoffte Gold auf eine Fortsetzung dieser Philosophie. Mit der Wahl von Michael Pröls war auch SPD-Sprecher Florian Busl durchaus einverstanden. "Es freut uns, dass er seinen Beruf mehr als Berufung sieht". Ein erster "Praxistest" werde sich dann mit der Bereitstellung des Maibaums ergeben. "Wir haben einen guten Griff gemacht", bescheinigte Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt). Paulus Mehler gratulierte der Stadt zu dem neuen Weg. "Wir müssen die Synergieeffekte nutzen", gab sich der CSU-Mann fortschrittlich. Auf Nachfrage Mehlers bestätigte Stahl, dass auch weiterhin die Abbaufläche "Rappauf" in die Zuständigkeit des Försters falle. Die Pachteinnahmen durch die Nutzung durch die "Imerys Tableware" würden auch für den Stadtwald verwendet.
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