Mit Rauschbrille auf dem Strich

Mit Rauschbrille auf dem Strich gehen ist gar nicht so einfach.
Lokales
Tirschenreuth
05.06.2015
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Den jungen Leuten gehört die Welt. In ihrem Tatendrang neigen sie oft dazu, über das Ziel hinauszuschießen. Das kann im Straßenverkehr fatale Folgen haben. Bei der Hamm AG wurden den Azubis richtiges Verhalten beim Autofahren und die Gefahren von Drogen nähergebracht..

Unter dem Motto, "Können durch Erfahrung" haben 18 Auszubildende der Walzenfabrik Hamm auf einem der firmeneigenen Parkplätze ein Fahrtraining absolviert. Im Schulungszentrum des Walzenherstellers ging die Theorie dazu über die Bühne. Außerdem wurden dort auch das Thema Sucht im Zusammenhang mit Autofahren in Zusammenarbeit mit einem Expertenteam in einem Workshop erarbeitet. Diese Aktion leiteten Theresia Schwarz und Jutta Sehm vom Gesundheitsamt.

Im Fahrsimulator

Die Idee zu der Aktion hatte Sabine Bauer von der kommunalen Jugendarbeit. Die fahrtechnische Praxis- und Theorieausbildung oblag den Experten der Verkehrswacht. Von der Kreisverkehrswacht waren Walter Landgraf und Robert Fütterer dabei. Der Tirschenreuther Fahrlehrer Erich Jaspers leitete zusammen mit seinem Kollegen Peter Staffel aus Weiherhammer die Fahrpraxis-Übungen. Dabei ging es unter anderem ums perfekte Einparken, Vollbremsung und das Wenden auf der Fahrbahn in drei Zügen. Gerhard Spörrer und Ramona Weiß, Verkehrsexperten von der Polizeiinspektion Tirschenreuth und ebenfalls Mitglieder der Kreisverkehrswacht hatten einen Motorrad-Fahrsimulator aufgebaut.

An dem konnten die Teilnehmer ihre Reaktionsfähigkeit testen. Als plötzlich die Nebelwand vor ihnen auf der Autobahn auftauchte, bremsten fast alle viel zu langsam und fuhren auf den Lkw, der das Ende der Schlange, die sich bereits gebildet hatte, auf. In der Realität eine Situation, die oft tödlich endet. Ausgearbeitet hat das Fahrtraining speziell für junge Leute der Bundesverband der Verkehrswacht bereits vor etwa 20 Jahren. Sabine Bauer wünscht sich, dass die Aktion in der Region Schule macht. Die Hamm AG ist die erste Firma im Landkreis, die bisher in den Genuss gekommen ist.

Gefahrenpotenzial Drogen

Ausbildungsleiter Josef Dill zeigte sich begeistert vom Fahrtraining und lobte, dass ein Präventions-Workshop integriert war. Rauschmittel gäbe es durch die Nähe zu Tschechien relativ einfach zu beschaffen. Auch deshalb müsse man Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer wieder vor Augen führen, welches Gefahrenpotenzial Drogen in sich bergen, nicht nur beim Autofahren, sondern auch am Arbeitsplatz.
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