Mit Straße des Kaisers punkten

Einigkeit demonstrierten die Gesprächspartner im Stadtarchiv Lauf (von links) Rainer Christoph, Reinhold Zapf,, Dr. Ina Schönwald, Irene Fritz, Dr. Martin Baumeister, Petra Hofmann und Alfred Wolf. Bild: cr
Lokales
Tirschenreuth
08.03.2015
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Sie verband Länder und Kulturen und brachte Wohlstand in die Städte und Dörfer. Wie die "Goldene Straße" wieder goldene Zeiten bringen könnte, darüber wird eifrig diskutiert.

Mit der bayerisch-böhmischen Landesausstellung 2016 rücken wieder Kommunen in den Mittelpunkt, die einmal von der "Goldenen Straße" profitiert haben. Um zukünftige Zusammenarbeit ging es nun bei einem Treffen im Laufer Stadtarchiv. Der Einladung von Dr. Ina Schönwald gefolgt waren auch Vertreter des Fördervereins "Goldene Straße".

Im Mittelpunkt standen Überlegungen einer sinnvollen Vernetzung der Aktivitäten. Bislang gab es keinerlei oder kaum Austausch zwischen den Regionen der Goldenen Straße in der Oberpfalz und Mittelfrankens. Versuche in früheren Jahren, der Goldenen Straße den Status einer Ferienstraße zu geben, stießen auf taube Ohren.

Ferienstraßen hätten keine Perspektiven mehr, hieß es. Ohne Ferienstraße aber auch keine Beschilderung, ohne Beschilderung auch kein Interesse überregionaler Einrichtungen. So wollte der Automobilclub Luxemburg 2010 zusammen mit dem Altenstädter Förderverein eine große Reportage zur historischen Route Karl IV. bringen. Ohne Beschilderung brachen die Organisatoren das Projekt sofort ab.

Umso wichtiger erscheint allen die interne Vernetzung. Immer mehr Kommunen spüren, dass mit der Straße des Kaisers gepunktet werden kann. "Es gibt genügend ,Leuchttürme' in der Region", waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. "Allein die Zusammenhänge werden nicht offensichtlich."

Das soll sich ändern. So kann sich die Stadt Lauf mit ihrer böhmischen Vergangenheit stärker in ihrer Partnerstadt Tirschenreuth im Verbund mit Bärnau und dem Geschichtspark präsentieren. Umgekehrt der Geschichtspark Bärnau mit einer Mobilstation in Lauf oder anderen fränkischen Orten. Im Landkreis Nürnberger Land ist ein Treffen der Bürgermeister geplant, hier soll ein breites Feld an Anregungen diskutiert werden. Ein ähnliches Treffen findet Mitte März in Sulzbach-Rosenberg statt.

Der Förderverein "Goldene Straße" Altenstadt hat Projekte für deutsch-tschechische Partnerschulen entwickelt und hofft, diese mit Hilfe des Bayerisch-böhmischen Kulturzentrums Schönsee umzusetzen. Irene Fritz, als Vorsitzende der Jugendkunstschulen Kalmreuth hat seit Jahren gute Kontakte zum Nachbarland, aber auch nach Franken. Sie wird ausloten, was machbar ist, um sich in die Landesausstellung und weitere Aktivitäten entlang der "Goldenen Straße" einzubringen. Am 14. Mai 2016 erfolgt die feierliche Eröffnung der 700 Jahrfeier Karl IV. in Prag. Genau auf diesen Termin fällt auch der 115. Deutsche Wandertag. Was läge näher, als dass sich der Fränkische Albverein und der Oberpfälzer Waldverein zu einer Geburtstagswanderung aufmachen?

Beide Vereine haben vorbildlich den Wanderweg "Goldene Straße" mit dem Böhmischen Löwen als Markierungszeichen ausgewiesen. Die Wanderung dürfte eine Attraktion für alle Orte werden. Reinhold Zapf ermunterte OWV-Wanderwart Kurt Heinold bei einem Treffen zu dieser Aktion.
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