Nächster beim Notfallplan

Lokales
Tirschenreuth
15.07.2015
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Der Zustrom der Flüchtlinge hält an. Nachdem die Anlaufstellen überlastet sind, nimmt der Notfallplan die Landkreise und Städte in die Pflicht. Als nächste Region rückt Tirschenreuth nach. Eine Vorwarnung liegt bereits auf dem Tisch. Wann die Erstaufnahme beginnen soll, steht noch nicht fest.

Wirklich überraschend kommt die Mitteilung für Oberregierungsrätin Regina Kestel deshalb nicht. Im Notfallplan hat die Regierung eine genaue Reihenfolge für die Erstaufnahme der Flüchtlinge in der Oberpfalz festgelegt. Nach der Stadt Regensburg und den Landkreisen Cham, Neumarkt und Regensburg folgt in der Liste eben der Landkreis Tirschenreuth. Und seit Montag muss Zeitlarn die Funktion der Erstaufnahme ausüben. Ausgerechnet am Freitagnachmittag hatte die Regierung das Landratsamt in Tirschenreuth über den nächsten Schritt informiert.

Suche nach Halle

Jetzt ist Regina Kestel fieberhaft am arbeiten, und dabei nicht nur auf der Suche nach einer geeigneten Halle für die Unterbringung. Nach einer entsprechenden Mitteilung hat der Kreis innerhalb von 72 Stunden alles vorzubereiten. Viele Aufgaben sind dabei zu stemmen, von der Anzahl der Betten und der nötigen Versorgung bis hinunter zu den alltäglichen Bedürfnissen. Dazu gehört auch die Bereitstellung von Hygieneartikeln dazu.

Einen genauen Zeitpunkt für die Bereitstellung einer Unterkunft hat die Oberregierungsrätin noch nicht auf dem Tisch liegen. Dass der kommt, ist für Regina Kestel allerdings sicher. Noch ist im Landkreis Neumarkt das Potenzial von 300 Flüchtlingen nicht ausgeschöpft, ebenso in Zeitlarn. "Es hängt davon ab, wie viele Menschen kommen", blickt Kestel auf die Zeitschiene und hofft, dass die Mitteilung des Regierungspräsidenten noch einige Zeit auf sich warten lässt. Denn die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten ist nicht einfach.

Bis zu sechs Wochen

Wird der Landkreis bei der Erstaufnahme gefordert, dann werden die Flüchtlinge wohl für fünf bis sechs Wochen in den Notunterkünften bleiben müssen. In dieser Zeit erfolgen die formellen Maßnahmen, darunter etwa die Registrierung der Menschen aus den Krisengebieten. Danach folgt die Verteilung auf die späteren Unterkünfte, nicht nur im Landkreis.
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