Nester von Borkenkäfern aufarbeiten
Kontrolle in Wäldern

Ein Buchdruckernest am Waldrand.
Lokales
Tirschenreuth
10.10.2015
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Der Sturm "Nicklas" in Südbayern und die teilweise sehr trockene Witterung, insbesondere in Nordbayern, haben zu einer deutlichen Borkenkäfergefahr in den Wäldern geführt. Die Situation im Bayern ist aber nicht einheitlich. Während das südliche und südöstliche Bayern deutlich stärker betroffen ist, ist die Situation in Nordbayern insgesamt weniger dramatisch.

Gleichwohl zeigen sich momentan auch im Landkreis, häufig in exponierten Lagen, immer wieder von Buchdrucker und Kupferstecher befallene Fichten mit Kronenverfärbung und abfallender Rinde. Um den Borkenkäfer in Schach zu halten, ist es deshalb ganz wichtig, dass die Waldbesitzer ihre Wälder umgehend auf Befall kontrollieren und eventuelle Käfernester baldmöglichst aufarbeiten.

Die Larven der Fichtenborkenkäfer entwickeln sich nämlich bei milden Temperaturen weiter. Auch die unter der Rinde vorhandenen Jung- und Altkäfer fressen weiter. Fällt die Rinde der Fichten mit den fertig entwickelten Jungkäfern und Altkäfern herunter, sind sie für eine Bekämpfung nicht mehr zu erreichen. Die Käfer überleben den Winter in den Rindenstücken am Boden oder in der Bodenstreu.

Es ist deshalb wichtig, möglichst bald und konsequent die befallenen Hölzer aufzuarbeiten und aus dem Wald zu transportieren, bevor die Rinde abfällt. Ziel muss es sein, die Zahl der überlebenden Borkenkäfer im Wald möglichst gering zu halten, um für das nächste Frühjahr eine günstige Ausgangslage zu schaffen.
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