Neue Altersstruktur bei der Kreisbevölkerung
"Babyboomer" kommen in die Jahre

Im Landkreis Tirschenreuth sank der Anteil der unter Sechsjährigen von 6,9 auf 4,6 Prozent. Grafik: zds
Lokales
Tirschenreuth
11.11.2014
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Die Geburtenzahlen sinken, die Lebenserwartung steigt - das bleibt nicht ohne Folgen für die Altersstruktur. Im Landkreis Tirschenreuth waren zuletzt 44,7 Prozent der Einwohner älter als 50 Jahre, im Volkszählungsjahr 1987 waren das nur 33,7 Prozent.

"Deutschland entwickelt sich zum Altenheim Europas", formulierte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" spitz. War der Durchschnittsbayer im Volkszählungsjahr 1987 noch 38,6 Jahre jung, war er im Jahr 2012 bereits 43,2 Jahre alt. In 20 Jahren, so prognostizieren es die Statistiker, werden es 46,7 Jahre sein.

Im Landkreis waren zum Jahreswechsel 2013/2014 von allen 73 457 Einwohnern 40 601 (55,3 Prozent) jünger als 50 Jahre. Ein gutes Vierteljahrhundert zuvor hatten von damals noch 77 630 Einwohnern insgesamt 51 500 (66,3 Prozent) den 50. Geburtstag noch vor sich. Im Gegenzug legte die Generation 50plus zu, und zwar von 33,7 auf 44,7 Prozent.

Umgekehrt sinkt die Zahl der Kinder und ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung. Greift man sich die unter Sechsjährigen heraus, schrumpfte diese Altersgruppe trotz der allgemeinen Bevölkerungszunahme in Bayern. Und im Landkreis Tirschenreuth sank der Anteil der in diesem Zeitraum von 6,9 auf 4,6 Prozent.

Unterm Strich sorgt die große Gruppe der einstigen "Babyboomer" für die Gesamtentwicklung und den zunehmenden Alterungsprozess. Die bevölkerungsreichsten Jahrgänge (1957 bis 1965) kommen langsam in die Jahre. Und das wirkt sich unweigerlich auf die Altersstruktur aus.
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