Neuer Anlauf für Bau der Büttellochspange oder Wiederanlage der alten TIR 1
Frischer Aufguss für alte Straße

Einen nächsten Anlauf hat Herbert Siegert für die "Büttellochspange" (Verbindung Fischhof zum Büttelloch) oder die Wiederherstellung der alten TIR 1 unternommen. Im Bauausschuss konnten sich nur Karl Berr und Konrad Schedl eine Straßenverbindung zum Büttelloch als "kleine Lösung" vorstellen. Die Spange würde durch ein ökologisch wertvolles Gebiet führen, wunderte sich nicht nur Bürgermeister Franz Stahl über diese Haltung. Bild: Schirmer
Lokales
Tirschenreuth
09.11.2014
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Das eine ist wohl kaum zu machen, das andere schon lange abgelehnt. Doch Herbert Siegert unternimmt einen weiteren Anlauf für den Bau der Büttellochspange oder die Wiederanlage der alten TIR 1. Und siehe da: Im Bauausschuss konnte die Idee der Spange zumindest Karl Berr und Konrad Schedl gewinnen.

Mit eher wenig Begeisterung rollte Bürgermeister Franz Stahl den Vorgang nochmals auf. "An der Situation hat sich nichts geändert", kommentierte Stahl den Anlauf, der seiner Meinung nach aber der letzte sein sollte. Eine Anbindung des Bereichs "Am Fischhof" durch die Waldnaabaue zum Büttelloch habe das Landratsamt klar abgelehnt. Und die Wiederanlage der alten TIR 1, über die wollte Stahl nicht mal nachdenken.

Im Dorf "alle zufrieden"

Peter Gold (CSU) hatte seine Zweifel an der Mehrbelastung der Bürger durch den Umweg in der Berechnung Siegerts. Die meisten Lohnsitzer würden die neue Anbindung durchaus schätzen. "Es geht ihm nur um sein eigenes Anliegen", beurteilte Gold den Antrag. Und Conny Zant (CSU) wusste, dass "im Dorf alle mit der Situation zufrieden sind".

Die Spange im Fischhof ins Büttelloch, so fuhr Gold fort, wäre vielleicht vor 25 Jahren möglich gewesen. "Heute erlaubt das der Naturschutz auf keinen Fall!" Außerdem würde die Spange den Verkehr in ein Wohngebiet und vorbei an zwei Kindergärten führen. Überhaupt würde Gold auch keinesfalls den hohen finanziellen Aufwand für den Straßenbau mittragen, der dann nur ein paar Wenigen nutzt. Konrad Schedl (Grüne) konnte sich dagegen schon eine Anbindung zum Büttelloch vorstellen, allerdings nur als "kleine Lösung". Franz Stahl wunderte sich, dass gerade der Grünen-Stadtrat eine Straßenbaumaßnahme durch ein ökologisch wertvolles Gebiet mittragen würde. Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) bleibt bei seiner alten Meinung und der Unterstützung einer Spange, aber nur für Anlieger.

"Wir haben damals alles ausgiebig geprüft", erinnerte Dr. Alfred Scheidler. Und es sei festgestellt worden, dass der Umweg zumutbar ist. "Wir sollten diesen Quatsch ablehnen", sprach der CSU-Mann ein klares Wort. Stahl erinnerte, dass auch seitens des Verwaltungsgerichts die Belastung als zumutbar eingestuft worden war.

Vorteile für Fußgänger

Und Norbert Schuller (FW) sah gerade in der Neuanlage des Fischhofparks Vorteile für die Anlieger. So würden sich für Radfahrer und Fußgänger kürzere Wege in der Stadt ergeben. "Das ist doch eigentlich erledigt", merkte Hans Zölch (FW) zu dem Antrag an. Bei der Abstimmung waren dann lediglich Berr und Konrad für den Antrag.
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