Neujahrsempfang: Bürgermeister hält optimistische Rede
Tirschenreuth steht nicht still

Gemeinsam sangen die vielen Gäste des Neujahrsempfangs die Bayern- und die Nationalhymne. Bild: kro
Lokales
Tirschenreuth
06.01.2015
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Die Aufbruchsstimmung hält an. Bürgermeister Franz Stahl sieht Tirschenreuth gut aufgestellt. Und so war seine Rede beim Neujahrsempfang von Optimismus geprägt.

Es gelte den hohen Anspruch zu stabilisieren, das Level zu halten, formulierte der Bürgermeister beim ausgezeichnet besuchten Empfang am Montagabend im Kettelerhaus. Tirschenreuth gelte als Vorbild für die Region. Denn Tirschenreuth setze mit dem Stadtentwicklungskonzept regionalpolitische Maßstäbe. Deshalb würden aber auch immer wieder Begehrlichkeiten geweckt, sich aus dem Kreativfundus von Tirschenreuth zu bedienen.

Herausragendes Ereignis für die Stadt, so Stahl, war im vergangenen Jahr das Stadtjubiläum, das mit einem Feuerwerk an Veranstaltungen gefeiert worden sei. Dieses Jubiläum habe gezeigt: "Wir Tirschenreuther können feiern." Erfreulich sei die touristische Entwicklung. Die Übernachtungszahlen hätten im Vergleich zum Gartenschaujahr 2013 gehalten werden können. Die Zahl der Gästeankünfte sei sogar um neun Prozent gestiegen. Das Gartenschau-Gelände sei ein Pfund im Fremdenverkehr im Landkreis und wichtig bei der Bewerbung des Stiftlands als Weltkulturerbe. Nicht umsonst sei Tirschenreuth 2014 beim Wettbewerb "Modellhafte Stadt- und Ortssanierung - Lebensräume für Bürger" ausgezeichnet worden. Die Jury habe attestiert: "Die strategische Neuausrichtung einer Kommune im ländlichen Raum ist hervorragend gelungen."

Behördenstandort wächst

In seiner weiteren Rede verwies Stahl darauf, dass sich die Falkenberger Straße immer mehr zum verwaltungstechnischen Mittelpunkt der Stadt verfestige. Denn nach dem Amt für ländliche Entwicklung und der Polizei werde noch in diesem Jahr der Verband für ländliche Entwicklung (VLE) mit einem Neubau beginnen. Zudem gebe es weitere Überlegungen, ja sogar konkrete Planungen, den Behördenstandort Tirschenreuth zu verbessern, beispielsweise beim Arbeitsamt und dem Job-Center. Tirschenreuth besitze alle Strukturen für Behördenverlagerungen, hob der Bürgermeister hervor. Stahl wusste, "dass 20 Prozent aller Arbeitnehmer im Landkreis ihren Arbeitsplatz in Tirschenreuth haben". Trotz aller Erfolgsmeldungen mahnte Stahl den Stadtrat und die Bürger, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern sich vielmehr dem neuen und kreativen Denken zu widmen. Bestes Beispiel dafür seien die Zukunftskonferenzen bei der Neuausrichtung des Stadtentwicklungskonzeptes, "wo die Menschen mit viel Begeisterung für Tirschenreuth arbeiten und mit Kreativität, Ideenreichtum und Fantasie die Zukunft der Stadt voranbringen".

Tirschenreuth besitze aber auch ein breit aufgestelltes kulturelles Leben, wobei das Museumsquartier als zentraler Veranstaltungsort immer wieder für neue Überraschungen sorge. Stahl richtete den Blick zudem auf Theaterinszenierungen. Nach dem "Oberpfälzer Jedermann" stehe in diesem Jahr die "Tirschenreuther Passion" an, deren Premiere am 14. März sei. Eine Herzensangelegenheit sei Stahl die erfolgreiche Integration der asylsuchenden Menschen, was in Tirschenreuth gelungen sei.

Neues Feuerwehrhaus

In diesem Jahr stehe die Stadt vor neuen Herausforderungen, etwa dem Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses, was 2015 plantechnisch abgeschlossen werden müsse. Zudem liefen die Vorbereitungen für die Sanierung der Johann-Andreas-Schmeller-Mittelschule. Die "Süd-Ost-Tangente" stehe 2015 verstärkt auf der Arbeitsagenda. Spannend würden auch weiterhin die Konzeptüberlegungen für das Volksbank-Areal, wobei Stahl an die städtebauliche Verantwortung des Besitzers appellierte. Der Bürgermeister abschließend: "Tirschenreuth hat sehr gute Anlagen für eine Stadt der Zukunft." (Hintergrund)
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