Ohne "MUT" geht nichts

Theodora Kupke, die Vorsitzende des Fördervereins "MUT", überreichte auch an diesem Abend wieder zwei Spendenschecks.
Lokales
Tirschenreuth
21.04.2015
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Spenden sammeln ist modernes Mäzenatentum. Seit zehn Jahren tut das Förderverein der Kreismusikschule. Der heißt nicht umsonst "MUT".

Mit einem gut besuchten Jubiläumskonzert im Kettelerhaus bedankte sich die Kreismusikschule bei ihrem Förderverein. Ohne "MUT" wären viele Projekte unmöglich. In den zehn Jahren seines Bestehens hat der Förderverein über 110 000 Euro an die Musikschule weitergegeben. Und auch an diesem Abend ging es nicht ohne Zuwendung ab: Zwei Spendenschecks über 10 000 Euro der Raiffeisenbank und 5000 Euro der Sparkasse überreichte die Vorsitzende Theodora Kupke an Musikschulleiter Jakob Schröder und das Orchester.

Kupke erinnerte an den Kauf von zwölf Geigen, eines Klavieres, die Übernahme teurer Aufführungsrechte für das Musiktheater, Freizeiten für Big Band und Akkordeongruppen, die Headsetanlage und vieles mehr. Besonders am Herzen lägen ihr soziale Härtefälle: "Kein Kind soll auf musikalische Bildung verzichten müssen, nur weil die Eltern es sich nicht leisten können." Der Förderverein helfe hier unbürokratisch. Ein Schreiben mit der Bitte um Unterstützung und einer kurzen Erklärung der finanziellen Notlage genüge, erklärte Kupke.

Auch das neueste Projekt, das Kammerorchester im Stiftland, wird vollständig vom Förderverein getragen. Eine Anschubfinanzierung und die Kostenübernahme des Dirigenten kann sich der Landkreis nicht leisten. "Ohne MUT gäbe es das Orchester nicht. "

Der ehemalige Musikschulleiter Maximilian Schnurrer erwähnte, dass er ursprünglich der Meinung war, auf einen Förderverein verzichten zu können, da die Musikschule durch den Landkreis getragen werde. Mit der Zeit habe sich aber herausgestellt, dass so eine Einrichtung sehr wohl nötig sei. Als Beispiel nannte er die Beiträge, die manche Gemeinden nicht bezahlen wollen und dann vom Förderverein übernommen werden. "Es geht nicht an, dass Musikschüler aufgrund ihres Wohnortes benachteiligt werden."

Dass das Geld hervorragend investiert wird, zeigten sodann die Darbietungen. Das Orchester eröffnete den musikalischen Teil des Abends mit dem 4. Satz aus der Sinfonie Nr. 4 in A-Dur von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Mit wunderbaren Holzbläsern, Pauken und vielschichtigen Streichern wurde der symphonische Klang wunderbar präsentiert. Im Anschluss trat die Erwachsenen-Musiktheaterklasse zu den Orchesterklängen mit Auszügen aus "Die Fledermaus" und "Der Vogelhändler" auf. Gute Laune wurde mit "Schenkt man sich Rosen in Tirol" verbreitet. Das Publikum applaudierte begeistert.

Nach der Pause traten zwei große Akkordeon-Ensembles unter der Leitung von Viktoria Obermaier auf. Deutlich war zu hören, dass die Gruppen schon oft bei Freizeiten, selbstverständlich von MUT unterstützt, miteinander geprobt haben. Mit Tango, Samba, einem "Concerto d'Amore", dem berühmte Phantom der Oper und mit Klarinette und Trompete ganz volksmusikalisch mit dem "Böhmischen Traum", weckten die jungen Musiker große Begeisterung beim Publikum. Nach Bravo-Rufen und langanhaltendem Beifall war kaum noch eine Steigerung möglich.

Doch die Combo aus Waldershof unter der Leitung von Vaclav Eichler belehrte das Publikum eines besseren. Die elf Combo-Mitglieder spielten mitreißend zusammen mit ihrem Lehrer auf Saxofon, Klarinette, Trompete, Posaune, Keyboard und Schlagzeug bekannte Jazz-Standards wie "Sir Duke", "Take Five", "Cantaloupe Island" und einige mehr. Die Füße der Zuhörer wippten mit, der Takt wurde mit geklatscht und bei den Solo-Einlagen gab es Zwischenapplaus. Es gab Bravo-Rufe, begeisterte Pfiffe und Jubeln. Nach rhythmischem Beifall und den Rufen nach Zugabe, spielte die Combo noch "Jailhouse Rock" zum Abschluss des überaus gelungenen Konzerts.
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