Passion lässt Kasse leiden

Lokales
Tirschenreuth
12.06.2015
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Nahezu ausgebucht waren die Aufführungen der "Tirschenreuther Passion". Die Begeisterung war groß, aber auch die Kosten. Rund 46 000 Euro, mehr als kalkuliert, muss die Stadt zuschießen.

Bei der gemeinsamen Sitzung von Haupt- und Kulturausschuss standen die "überplanmäßigen Ausgaben" für die Passion zunächst im nichtöffentlichen Teil. Der Bitte von Manfred Zandt (Freie Wähler), das Thema öffentlich zu beraten, kam Bürgermeister Franz Stahl gerne nach.

Mehrkosten für Technik

Laut Stahl waren für die Passion-Aufführungen im Haushalt an Ausgaben 77 500 Euro und an Einnahmen 48 000 Euro enthalten. Tatsächlich haben die Aufführungen 52 400 Euro eingespielt, allerdings mit 98 700 Euro auch deutlich mehr gekostet. Damit stieg das Defizit von kalkulierten 29 500 auf tatsächlich 46 300 Euro. Die Mehrkosten von rund 16 800 Euro summieren sich aus einer Reihe von Abweichungen, darunter auch Kosten für Öffentlichkeitsarbeit sowie für die Anschaffung von technischer Ausstattung. So seien neue Scheinwerfer oder Raum-Mikrofone nötig geworden. "Die Technik bleibt uns aber auch für die kommenden Aktionen erhalten", stellte sich Stahl hinter die Ausgaben. Erfreulich für den Bürgermeister war das große Interesse an der "Tirschenreuther Passion".

Bei den acht Vorstellungen waren insgesamt 3500 Plätze zu vergeben, tatsächlich wurden 3408 Karten verkauft. Gut die Hälfte der Besucher stammte aus der Region. Dabei bescheinigte nicht nur der Bürgermeister der Passion ein hohes Niveau und dankte allen ehrenamtlichen Schauspielern. Peter Gold (CSU) sah die Ausgaben für die Technik als angemessen. Dies gehöre zu der Ausstattung eines guten Hauses.

Neuinszenierung

"Eine gute Basisausstattung muss sein", bekräftigte auch Manfred Zandt. Und Paulus Mehler (CSU) brachte es auf den Punkt: "Die Passion war uns das wert!" Florian Busl (SPD) wollte bei der Gelegenheit auch an die Techniker ein großes Lob weitergeben. Die nächste "Spiel vom Leiden und Sterben Jesu Christi" wird in fünf Jahren als "Euro-Passion" über die Bühne gehen. Und Spielerratssprecher Vinzenz Rahn wusste jetzt schon, dass es zu einer kompletten Neuinszenierung komme. Dafür würden freilich auch die Kosten steigen.
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