Philipp Reich informiert Suchtarbeitskreis über Mediennutzung von Jugendlichen
Digitale Selbstverteidigung

Lokales
Tirschenreuth
16.05.2015
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Smartphones und damit auch das Internet sind heutzutage nicht nur bei Jugendlichen im Alltag omnipräsent. Viele Menschen sind ständig "On". In seinem Vortrag vor dem Suchtarbeitskreis des Landkreises stellte Philipp Reich, Leiter des Medienzentrums T1, die aktuellen Aufenthaltsorte und Nutzungsarten Jugendlicher im Internet vor. Ausgehend von Facebook wanderten die immer mehr in Richtung WhatsApp, Instagram, Youtube und Snapchat.

Reich stellte den Umgang mit privaten Daten im Internet heraus und unterstrich, dass es immens wichtig sei, den vorsichtigen und bewussten Umgang damit den Jugendlichen zu vermitteln. Durch Sammlung riesiger Datenmengen entstehe ein digitales Abbild, auf das man wenig Einfluss habe. Deshalb rief der Dozent zur Digitalen Selbstverteidigung auf. "Medien nutzen, aber bewusst", empfahl er. Bei sogenannten Social Networks sei es wichtig, von Anfang an die Einstellungen für die Privatsphäre genauestens unter die Lupe zu nehmen. Datenverkehr sollte grundsätzlich verschlüsselt werden.

Die aufmerksamen Zuhörer stellten immer wieder interessierte Nachfragen, beispielsweise zum Thema Sexting (dem Versenden von erotischen Bildern). Was für die "Digital Natives" längst Normalität darstellt, ist für Erwachsene schwer nachzuvollziehen. Reich meinte dazu, dass die Jugend heutzutage vielfältige Möglichkeiten habe, um sich in ihrer Pubertät selbst darzustellen, auszuprobieren und sich zu finden. Das machten sie, wie alles anderen auch, auch mit dem Smartphone. "Die Eltern sollten weniger Angst vor Neuen Medien haben, die Jugendlichen dafür mehr Gefühl dafür bekommen, was noch im Rahmen ist und was darüber hinausgeht."
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