Polizei gibt Tipps zur Prävention vor Einbrüchen
Geld und Schmuck auf die Bank

Nicht nur nachts, wenn die Bewohner seelenruhig schlafen, auch am helllichten Tag suchen Einbrecher Häuser und Wohnungen heim. Archivbild: dpa
Lokales
Tirschenreuth
19.06.2015
0
0
Schon seit geraumer Zeit haben Langfinger (siehe aktuellen Polizeibericht) den Landkreis als lukrative Einnahmequelle für sich entdeckt. Die Zahlen im Sicherheitsbericht 2014 des Polizeipräsidiums Oberpfalz sprechen eine klare Sprache. Polizeipräsident Gerold Mahlmeister stellte die Statistik zusammen mit Kollegen der Führungsebene Landrat Wolfgang Lippert vor.

Insgesamt 661mal schlugen demnach 2014 Einbrecher im Landkreis zu. Ein Anstieg um 4,4 Prozent oder 28 Fälle. Seit 2011 ist hier das Niveau in etwa gleich. Im Zehn-Jahres-Vergleich ist das nicht einmal die Spitze des Eisberges. Speziell bei den Wohnungseinbrüchen hat sich das Niveau seit 2009 kaum verändert. Ein Plus von 27,8 Prozent klingt dramatisch. Aber im Vergleich zum Vorjahr sind das konkret 5 Fälle mehr. Insgesamt waren 23 Einbruchsdiebstähle zu verzeichnen, darunter zehn Versuche.

Im Landkreis Tirschenreuth sind Einbruchsserien laut Mahlmeister weniger auf Bandenkriminalität zurückzuführen. Auffällig sei, dass viele der Geschädigten hohe Bargeldbeträge im Hause hatten. "10 000 Euro und mehr waren keine Seltenheit." Das sollte auf jeden Fall vermieden werden, genauso wie das Aufbewahren von wertvollem Schmuck in der Wohnung. Gerade darauf hätten es die Diebe abgesehen. Botschaft der Polizei: "Geld und Wertsachen auf die Bank."

Prävention und Zivilcourage seien gefragt, um entweder einen Einbruch zu vereiteln oder Täter dingfest zu machen. Da appelliert die Polizei auch an die Bevölkerung, die Augen offen zu halten. "Wenn jemand verdächtig herumschleicht, der dort nicht hingehört, rufen Sie die 110", so die klare Empfehlung des Polizeipräsidenten.

Was Prävention betrifft, verweist er auf die Ausstellungsfläche im Präsidium, wo sich Interessierte über Sicherheitstechnik informieren können. Zusätzlich stünden zwei Beamte zur Verfügung, die auch Hausbesuche machen und an Ort und Stelle beraten, so Kriminaloberrat Thomas Bauer von der Kriminalpolizeiinspektion Weiden. Ansprechpartner bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Weiden ist Dieter Melzner, Telefon 0961/401 258.

___

Weitere Informationen im Internet:

http://www.k-einbruch.de/
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.