Professor Dr. Hubert Weiger spricht über die Energiewende und stellt sich kontroverser ...
"Zwingend, aber mit Leitplanken"

Professor Dr. Hubert Weiger spricht in Falkenberg über die Energiewende. Bild: bz
Lokales
Tirschenreuth
09.09.2015
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"Scheitert die Energiewende?" Der Bund Naturschutz hat auf diese Frage eine deutliche Antwort. "Sie darf nicht scheitern und sie muss nicht scheitern. Auf das Wie kommt es an." Kreisvorsitzender Josef Siller verweist da auf ein Grundsatzreferat "Energiewende - zwingend, aber mit ökologischen Leitplanken" von Professor Dr. Hubert Weiger am Donnerstag, 17. September, um 19.30 im Gasthof "Roter Ochse" in Falkenberg.

Bereits 1979 hat der Bund Naturschutz laut Josef Siller einen Atomausstieg gefordert. "Seit Jahrzehnten fordern wir aktiven Klimaschutz und den Ausstieg aus der Kohleverstromung. Die Umsetzung der Energiewende durch Energiesparen, Energieeffizienz und den Ausbau der Erneuerbaren Energien erfordert dezentrale Strukturen und Konzepte. Ohne diese Dezentralisierung, so unsere Einschätzung, wird die Energiewende scheitern", betont Siller.

Als größter Umweltverband Bayerns mit über 200 000 Mitgliedern sei der Bund Naturschutz breit aufgestellt. "Wir sehen uns nicht nur als Naturschutz-Verband, sondern auch als Treiber der Energiewende. In dieser Verantwortung haben wir Vorrangflächen für Windenergie vorgeschlagen, aber aus Gründen des Artenschutzes Windkraftanlagen auf vielen Flächen abgelehnt, so am Steinwald und dem Hessenreuther Wald."

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien sollte auf der Basis regionaler Energiekonzepte erfolgen. Ein erster Schritt dazu sei die bereits erfolgte Gründung der Bürgerenergiegenossenschaft. Die Brisanz des Themas bewegt nicht nur Natur- und Heimatfreunde. Sie greift tief in die Zukunftsgestaltung aller Schichten. Was wie zu tun ist, darüber wird flächendeckend diskutiert. Zum Teil spalten sich die Meinungen darüber auch unter langjährigen Weggenossen. Auch auf diese - neu entstandenen Fronten - wird Professor Dr. Hubert Weiger, bei seinem Vortrag in Falkenberg, eingehen: "Klimaschützer gegen Artenschützer; junge, global denkende Umweltaktivisten gegen regional verwurzelte, traditionelle Naturfreunde: Der Bund Naturschutz stellt sich dieser Diskussion."
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