Rettungszweckverband rechnet erst ab 2017 mit stabileren Zahlen - Große Investitionen ...
Schuldenstand sinkt, Umlage steigt

Bis auf die Anbindung an den Digitalfunk ist die Einrichtung der Integrierten Leitstelle abgeschlossen. Archivbild: wsb
Lokales
Tirschenreuth
30.01.2015
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Mit 55 Arbeitsplätzen schon fast so groß wie ein mittelständisches Unternehmen ist der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Nordoberpfalz. Auf 31 Hauptamtliche, 20 geringfügig Beschäftigte und 4 Personen mit Aufwandsentschädigung ist der Personalstand angewachsen.

Dass der ZRF aktuell rund 4 Millionen Euro Schulden hat, liegt aber nicht am Personal, sondern an den umfangreichen Baumaßnahmen. "Der Schuldendienst läuft noch über 20 Jahre", verdeutlichte Schatzmeister Klemens Bodenmeier. "Wobei wir mit den Zinssätzen noch relativ gut fahren."

Die Schulden - im Vorjahr waren es noch 4,3 Millionen Euro - gründeten im Wesentlichen auf zwei großen Maßnahmen: die Einrichtung der Integrierten Leitstelle und der Bau der Luftrettungsstation in Latsch. Die 2,3 Millionen Euro für Letzteres seien komplett fremdfinanziert worden, betonte der Schatzmeister: "Da ist kein Euro Zuschuss dabei." Nach den großen Investitionen der Vorjahre sinkt das Haushaltsvolumen 2015 um rund 450 000 Euro auf 3,7 Millionen Euro. Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen. Um den Haushalt auszugleichen, schmilzt jedoch die allgemeine Rücklage um 70 000 auf rund 250 000 Euro. Bis auf die Anbindung der ILS an den Digitalfunk hat der Zweckverband derzeit alle Investitionen abgeschlossen. Dennoch müssen sich die Verbandsmitglieder auch 2016 auf steigende Umlagezahlungen einstellen. Bodenmeier begründete das mit dem Ablauf tilgungsfreier Jahre bei den KfW-Krediten. "Danach wird sich das hoffentlich einpendeln", erwartete der Schatzmeister konstantere Zahlen.

Wie viel die Kommunen beitragen, berechnet sich aus den Einwohnerzahlen. Im aktuellen Haushaltsjahr ist Weiden mit knapp 20 Prozent und 167 000 Euro Umlage dabei, Tirschenreuth mit 35 Prozent und 300 000 Euro, Neustadt mit 45 Prozent und 390 000 Euro. Insgesamt kümmert sich der Rettungszweckverband um die Versorgung von rund 210 000 Einwohnern.
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