Schneller Weg zu schneller Hilfe

Gemeinsam mit den Partnern, die ihre Dienste den Bürgern zur Verfügung stellen, konnten Bürgermeister Franz Stahl und BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl das Projekt "Leben+" in der Kreisstadt vorstellen. Im Bild (von links): Marion Höcht vom Maschinenring, Stadtpfarrer Georg Flierl, Holger Schedl, Franz Stahl, Johannes Prechtl von Leben+, Behindertenbeauftragte Martina Sötje, Nicole Punzmann und Elisabeth Schieder von Donum Vitae, Bruno Wilfarth von der Sparkasse Oberpfalz Nord, Wirtschaftsförderer Manf
Lokales
Tirschenreuth
04.07.2015
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Draußen im Garten wuchert die Hecke, drinnen brütet man über den schwer verständlichen Passagen auf den Behördenformularen. Gerade die älteren Bürger sind hier oft überfordert. "Leben+" kann Hilfe bringen. Unter 09631/707513 vermittelt das BRK den richtigen Betrieb oder Berater.

Vor gut drei Jahren hat das Rote Kreuz eine weitere Initiative gestartet, um den Menschen in der Region das Leben in den eigenen vier Wänden möglichst lange zu gewährleisten. BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl hatte die Idee zum Projekt "Leben+", und mit der Glücksspirale auch einen Förderer für dieses Vorhaben.

Beratung kostenlos

Das Ziel von "Leben+" ist die Beratung und Vermittlung aus einer Hand, um auf schnellem Weg an wichtige Informationen und kompetente Partner zu kommen. Vielfältig können dabei die Sorgen der Bürger sein, von Reparaturen in Haus und Garten, Essen auf Rädern, der Bearbeitung von Formularen oder Informationen zu Pflegemöglichkeiten. Wer in diesen Fragen der geeignete Ansprechpartner ist, kann bei einem Anruf bei "Leben+" schnell mitgeteilt werden. Aktuell ist das Büro unter der Telefonnummer 09631/707513 erreichbar. Der offizielle Name der Einrichtung lautet "Leben+, Bürgerversorgung+Casemanagement" und vermittelt Adressen in den Bereichen Kemnath, Pullenreuth, Bärnau und jetzt auch Tirschenreuth. Für die Anrufer ist die Beratung kostenlos. Nach dem Gespräch kann der richtige Partner eingeschaltet werden. Er wird die entsprechende Dienstleistung erbringen. Ziel ist es, gemeinsam die Lebensqualität in der Region zu erhalten, damit die Menschen lange im Eigenheim bleiben können.

Broschüre wird verteilt

Für Bürgermeister Franz Stahl ist das Engagement von "Leben+" im Bereich der Kreisstadt eine wichtige Verbesserung. Gerade bei der Überarbeitung des Stadtumbaukonzeptes seien aus der Bevölkerung viele Wünsche nach Hilfestellung formuliert worden. Und Franz Stahl geht wie gewohnt einen Schritt weiter, plant sogar ein eigenes Büro in Tirschenreuth. Nach der Sanierung des ehemaligen "Hösl-Anwesens" könnte dort ein Sozialbüro entstehen. Vorstellbar seien dort auch die Sprechstunden der Senioren- und Behindertenbeauftragten. In einer kleinen Broschüre, die an diesem Wochenende in Tirschenreuth verteilt wird, sind die Idee von "Leben+" sowie die Partner beschrieben. "Wir wollen die bürgernahe Versorgung unterstützen", schilderte Holger Schedl die Absicht. Im Rathaus konnte Franz Stahl die Vertreter der Kooperationspartner sowie Johannes Prechtl als Ansprechpartner vorstellen.

Aktuell braucht "Leben+" selbst ein bisschen Hilfe. Noch bis Oktober kann das Rote Kreuz auf die Förderung bauen, dann muss eine Plattform für die Fortsetzung gefunden werden. Schedl kann sich eine Struktur auf Landkreisebene vorstellen, zumal die Notwendigkeit dieser Beratungsstellen eher zunehmen wird. Natürlich können in "Leben+" auch weitere vorhandene Beratungsmöglichkeiten aufgenommen und gebündelt werden.
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