Schweizer Mystiker

Eine Spende über 500 Euro gab die Katholische Landvolkbewegung Pfarrer Christian Kalis mit auf den Weg. Das Geld ist für das Partnerland Senegal vorgesehen. Im Bild (von links): Kaplan Paul Gebendorfer, Vorsitzender Bernhard Bäuml, Landvolkpfarrer Christian Kalis und die Vorsitzende Resi Konrad. Bild: kod
Lokales
Tirschenreuth
14.11.2015
6
0

Vom Ratsherrn zum Friedensheiligen ist es ein ungewöhnlicher Weg. Den hat Klaus von Flüe, Patron der Katholischen Landvolkbewegung, absolviert.

Die Ortsgruppe der Katholischen Landvolkbewegung befasste sich beim Treffen am Mittwoch mit ihrem Patron, dem Bruder Klaus von Flüe. Referent Landvolkpfarrer Christian Kalis aus Regensburg stellt seine Betrachtung unter den Titel "Bruder Klaus - ein anspruchsvoller Heiliger". Ein Thema, das besonders jung eingetretene Mitglieder über das Leben und Wirken ihres Patrons informieren sollte.

Im Feuerwehrhaus konnte Vorsitzender Bernhard Bäuml zahlreiche Interessierte, Geistlichen Beirat Kaplan Paul Gebendorfer und Diözesanlandvolkpfarrer Christian Kalis begrüßen. Auf eine Entdeckungsreise über Bruder Klaus konnten sich alle mitnehmen lassen, die von ihrem Patron noch wenig wussten oder auch seine Wirkungsstätte in dem Schweizer Bergdorf Flüeli noch nicht erfahren konnten.

Die Lebensbiografie des Bauernsohnes begann im 15. Jahrhundert, wo kirchliche Zerwürfnisse, politische Verwirrungen und persönliche Unterdrückungen das Land regierten. Seine Familie war mit zehn Kindern reich gesegnet, politisch und gesellschaftlich engagiert erlangte er ein angesehenes Leben auch als Ratsherr und Landrichter. Doch mit 50 Jahren übermannte ihn die innere Einkehr und suchte die Stille und Einsamkeit in der Ranftschlucht als Einsiedler. Ein intensives Gebetsleben ohne Nahrungsaufnahme machte Klaus zu einem Seelsorger, geistlichen Berater und Ratgeber auch für ausländische Staatsmänner. Sein Ratschlag führte 1481 zum Stanser Friedensschluss und friedlicher Einigung der Eidgenossenschaften, die bis in die heutige Zeit wirkt, weshalb er auch heute noch als der Schweizer Friedensheilige bezeichnet wird.

Wie können sich junge Menschen heute vom Leben des Bruder Klaus inspirieren lassen, wenn Stress und Ausweglosigkeit spürbar werden. Dazu zeigte ein Video die Parallelen zu dem Schweizer Mystiker. Welche Ansprüche wir an den hl. Bruder Klaus stellen können und müssen, zeigte Seelsorger Kalis an verschiedenen Beispielen auf und stieß damit eine rege Diskussion an.

Geldspende

Mit einer Geldspende von 500 Euro wurde Landvolkpfarrer Kalis schließlich verabschiedet. Der Erlös stammt vom Minibrotverkauf am Erntedankfest und wird für einen Schutzzaunbau im Partnerland Senegal sinnvoll eingesetzt.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.