Sechs Mitglieder des FVS üben sich in der hohen Schule des Fliegenfischens
Mit Pheasent Tail auf Bachforelle und Co.

Die Ausbilder und Schüler beim Fliegenfischerkurs des FVS: (von links) Thomas Blei, Bernd Standfest, Robert Weiß, Astrid und Stefan Dorsch, Christian Üblacker, Johannes Ernstberger und Richard Bauer. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
06.05.2015
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Die hohe Schule der Angelfischerei, das Fliegenfischen, ist in unserer Region eher ein Stiefkind. Hauptgrund dafür ist wohl die Tatsache, dass es nicht viele Gewässer gibt, die dafür geeignet sind. Aber die Interessenten dafür werden mehr. Deshalb hat sich der Fischereiverein Stiftland (FVS) entschlossen, nach 1990 wieder einen entsprechenden Kurs anzubieten.

Versierte Kenner

Dafür konnte Vorsitzender Robert Eisenmann die Mitglieder Dr. Stefan Dorsch und dessen Ehefrau Dr. Astrid Dorsch, zwei versierte Kenner und Akteure auf diesem vielfältigen Gebiet, gewinnen. Stefan Dorsch kam bereits mit 14 Jahren zum FVS. Mittlerweile lebt der Chemiker mit seiner Frau in Weiden. Das Ehepaar reist gerne. Vorwiegend dorthin, wo es gute Fliegengewässer gibt.

Damit jeder der Teilnehmer den maximalen Lernerfolg erzielen konnte, war der Kurs auf sechs Teilnehmer begrenzt. Hintergedanke dabei war auch, dass alle mit entsprechendem professionellen Gerät ausgestattet werden konnten. Was aber dann gar nicht nötig war, weil alle schon mit der eigenen Grundausstattung ankamen. Am ersten Tag paukten die Anfänger in der Fischerhütte vor allem die Theorie. Fliegenfischen ist die englische Art zu fischen und neben Großbritannien in den USA, Neuseeland, Kanada und Skandinavien die angesagte Angelart. Dementsprechend sind natürlich auch die Begriffe englisch. Die Teilnehmer lernten, dass Aftma die Ruten- und Schnurklassen bezeichnet, Pheasant Tail und Red Tag klassische Fliegenmuster sind und als Pin on Reel eine Spule bezeichnet ist, an der mit einer Schnur, die sich im Innern automatisch aufwickelt, Geräte, die schnell zur Hand sein müssen, an der Kleidung befestigt werden.

Fette Beute

Das A und O des Fliegenfischens ist die Wurftechnik und die lässt sich auch nach Jahren immer noch verbessern, wussten die Experten. Ihre ersten Wurfübungen machten die Teilnehmer auf der grünen Wiese und an den Zuchtteichen des Vereins an der Fischerhütte. Geübt wurden Überkopf-, Seiten- und Rollwurf.

Am zweiten Tag wurde das Gelernte am Wasser in die Praxis umgesetzt. Die Truppe traf sich an der Waldnaab bei der evangelischen Kirche und war natürlich heiß darauf, einen Fisch zu erbeuten. Die Rechnung ging auf. Fünf Bachforellen, zwei Rotaugen, ein Flussbarsch und einige Hasel waren der Lohn für die Mühen.
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