Senioren- und Behindertenbeauftragte aus dem Landkreis informieren sich gemeinsam im Landratsamt
Das geht alle an: Inklusion und Asyl

Die Köpfe der Senioren- und Behindertenarbeit im Landkreis Tirschenreuth (von links): der Leiter der Seniorenfachstelle,Walter Brucker, Kreis-Seniorenbeauftragter Ludwig Spreitzer, Oberregierungsrätin Regina Kestel, Kreisbehindertenbeauftragter Reinhard Schön und der Geschäftsführer der Lebenshilfe,Berthold Kellner. Bild: tr
Lokales
Tirschenreuth
20.04.2015
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35 Senioren- und Behindertenbeauftragte aus dem Landkreis Tirschenreuth waren der Einladung der Seniorenfachstelle zur Info-Veranstaltung gefolgt. Als Referenten agierten der Kreis-Geschäftsführer der Lebenshilfe, Berthold Kellner, und Oberregierungsrätin Regina Kestel, die beim Landratsamt für Asylbewerber und Flüchtlinge verantwortlich zeichnet.

In seinem halbstündigen Vortrag stellte Kellner die Lebenshilfe im Landkreis vor und ging insbesondere auf das Thema Inklusion ein. Als Ziele dabei nannte er, dass niemand ausgeschlossen werden darf, alle Menschen dabeisein und mitmachen können, jeder dieselben Rechte und Möglichkeiten hat, egal wie alt er ist, woher er kommt und egal ob er behindert ist oder nicht. Er stellte das Projekt "Netzwerk Inklusion Landkreis Tirschenreuth" vor. Das werde in der Hauptsache in den Bereichen Bildung, Kultur, öffentliches Leben und Arbeit tätig werden. Dabei übernehme die Lebenshilfe-Kreisvereinigung die Projektleitung, gründet eine Arbeitsgruppe und koordiniert die Öffentlichkeitsarbeit.

Viele Helfer im Netzwerk

Des weiteren seien die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg, der Bayerische Landessportverband Tirschenreuth, das evangelische Bildungswerk Weiden, die Katholische Erwachsenenbildung Tirschenreuth, der Kreisjugendring Tirschenreuth, die Offene Behindertenarbeit/Familienentlastender Dienst, die Selbsthilfegruppe Behinderte/Nichtbehinderte und die Volkshochschule Tirschenreuth mit zahlreichen Angeboten mit im Boot. Das landkreisweite Netzwerk werde in die bisherigen Strukturen aus dem Modellprojekt "Inklusion im ländlichen Raum am Beispiel der Verwaltungsgemeinschaft Mitterteich" eingebunden.

Was sind Flüchtlinge?

In ihrem einstündigen Referat "Asyl - Zahlen und Fakten insbesondere im Landkreis Tirschenreuth" informierte Regierungsoberrätin Regina Kestel zum komplexen Thema Asylbewerber und Flüchtlinge. Dabei zeigte sie die rechtlichen Unterschiede zwischen beiden Begriffen auf. Demnach genießen politisch Verfolgte Asylrecht.

Als Flüchtlinge werden Ausländer dann anerkannt, wenn ihr Leben oder ihre Freiheit in ihrem Herkunftsstaat wegen ihrer Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung bedroht ist. Aktuell sind im Landkreis 363 Ausländer untergebracht. In der Hauptsache stammen sie aus Afghanistan, Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Bosnien, Eritrea, Georgien, Ghana, Indien, Iran, Irak, Kosovo, Nigeria, Pakistan, Russland, Serbien, Somalia, Syrien, Ukraine, Vietnam und Weißrussland.
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