Servicestation für die Jugend

Ivona Bayer (rechts) von der Katholischen Jugendstelle Marktredwitz überreichte an die beiden Jugendreferentinnen Sabrina Müller und Barbara Schönauer (links) ein Startgeschenk. (kro) Bild: kro
Lokales
Tirschenreuth
01.11.2015
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Seit 30 Jahren gibt es die Katholische Jugendstelle bereits in der Kreisstadt. Und seither war sie im Missionshaus Sankt Peter untergebracht. Zum Jubiläum aber machten sich die Verantwortlichen ein besonderes Geschenk.

Mit einem Festakt feierte die Katholische Jugendstelle Tirschenreuth nicht nur ihren 30. Bestehen, sondern auch den Umzug von St. Peter ins Pfarrzentrum. Der Jugendpfarrer der Diözese Regensburg, Thomas Helm, segnete die neuen Räume, die von Barbara Schönauer und Sabrina Müller betreut werden.

Helm freute sich, dass die Jugendstelle nun im Pfarrzentrum beheimatet ist. Hier könnten nun Synergien genutzt werden. Dem Festakt voraus ging ein Jubiläumsgottesdienst, den der Jugendpfarrer mit Regionaldekan Georg Flierl, Kreisjugendseelsorger Konrad Amschl aus Kemnath, Kaplan Paul Gebendorfer und Pfarrer Edward aus Plößberg zelebrierte.

Sabrina Müller und Barbara Schönauer gingen auf die Bedeutung der Jugendstellen als Servicestation für alle Fragen rund um die kirchliche Jugendarbeit ein. Das Aufgabenfeld habe sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Die Jugendstelle organisiere unter anderem viele Fahrten zu großen Veranstaltungen und lade zudem jedes Jahr zum Luisenburg-Tag ein. Der findet nächstes Jahr übrigens bereits zum 70. Male statt. Schönauer dankte auch allen Mithelfern und zeigte sich erfreut, dass es immer noch viele Jugendliche gebe, die sich für Jesus einsetzten.

Stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler betonte in seinem Grußwort, "Jugendarbeit von heute ist wichtiger denn je." Im Zeitalter des Worldwide Webs säßen die Jugendlichen von heute oftmals stundenlang vorm Computer oder verschickten Handy-Nachrichten. "Die persönliche Kommunikation kommt dabei viel zu kurz." Umso wichtiger sei deshalb die Jugendarbeit, wie sie die Katholische Jugendstelle anbiete. "Damit diese Jugendlichen in der Gesellschaft wieder tätig werden."

Lob kam auch von der Kommunalen Jugendpflege im Landkreis. Deren Sprecherin Theresia Kunz lobte das gute Miteinander und die gute Zusammenarbeit. Auch Jürgen Preisinger, Vorsitzender des Kreisjugendrings, nannte die katholische Jugendstelle einen "unverzichtbaren Teil der Jugendarbeit". Preisinger betonte zudem: "Jugendarbeit ist Bildungsarbeit." Und die sei enorm wichtig für das Persönlichkeitsbild junger Leute.

Ivona Bayer, Jugendreferentin in Marktredwitz, verwies darauf, das die "Mutter-Jugendstelle" in Marktredwitz sei. "Tirschenreuth gab es damals noch gar nicht." Auch sie betonte die gute Zusammenarbeit beider Jugendstellen, die alljährlich mit dem Luisenburg-Tag gekrönt werde.

Bürgermeister Franz Stahl verwies auf die aktuelle Aktion der Jugendstelle, "Gegen Stammtischparolen kämpfen". Gerade dieses Thema sei aktueller denn je. Aufgabe des Staates, aber auch der Kirche sei es, den Jugendlichen Hilfestellung zu geben. Im Pfarrzentrum fände man nun die besten Voraussetzungen.

Bei Sekt und kleinen Häppchen bestand anschließend die Möglichkeit mit allen Gästen ins Gespräch zu kommen.
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