So heiß war die Liebe dann doch nicht

Mehr als nur einen Stapel verkohlter Bretter wie in der Kreisstadt hinterließ ein Wohnungsbrand in Bobingen. Dafür war der Tirschenreuther Feuerleger aber nicht verantwortlich. Bild: tr
Lokales
Tirschenreuth
09.11.2015
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Weil er aus Ärger über eine gescheiterte Beziehung in Tirschenreuth Feuer gelegt hatte, war ein 32-Jähriger in Verdacht geraten, auch für einen Wohnungsbrand in seiner Heimatstadt verantwortlich zu sein. War er aber nicht.

Zwei Tage nachdem er gestanden hatte, aus Frust wegen der nicht erwiderten Liebesbezeugungen das Mobiliar seiner Unterkunft in der Kreisstadt demoliert und neben einem "Dixie-Klo" einen Stapel Bretter im Neubau einer Lagerhalle angezündet zu haben (Schaden rund 7000 Euro), brannte es auch in einem Mehrfamilienhaus in Bobingen. Dort wohnt ja der Schwabe, der sich nur kurz in Tirschenreuth aufgehalten hatte. Immerhin 150.000 Euro Schaden waren da zu verzeichnen. Nach den ersten Ermittlungen war die Kripo Augsburg davon ausgegangen, dass der Bewohner selbst das Feuer gelegt hatte.

Noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte hatte er sich mit einem Sprung vom Balkon nach draußen gerettet. Der Mann wurde mit Verbrennungen und einer Rauchgasvergiftung in das Klinikum eingeliefert. Die Wohnung brannte fast vollständig aus. Und auch der Rest des Mehrfamilienhauses, in dem rund 20 Personen wohnen, wurde in Mitleidenschaft gezogen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft war der Bobinger vorläufig festgenommen worden.

Ein Ermittlungsrichter hatte auch den Haftbefehl bestätigt und den 32-Jährigen in eine Justizvollzugsanstalt einweisen lassen. Dort wurde er zwischenzeitlich wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen hatten am Wochenende eine technische Ursache des Wohnungsbrandes ergeben.
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