Stadt klagt gegen Anlagen am Wetterberg - Berr: Beeinträchtigung der Sicht vom ...
Unterstützung gegen die Windräder

Lokales
Tirschenreuth
06.10.2015
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Bei den Windrädern in der Region bleibt Karl Berr konsequent - und hält am Widerstand fest. Im Stadtrat legte der Vertreter der Wählergemeinschaft Umwelt am Donnerstag einen Eilantrag für eine Klage gegen zwei genehmigte Anlagen am Wetterberg bei Marchaney vor. Einstimmung beschloss das Gremium, die nötigen Schritte einzuleiten.

Karl Berr will mit seinem Vorstoß nicht nur die Gemeinde Mähring unterstützen. Die Anlagen seien eine "massive Beeinträchtigung der Sicht vom Gartenschaugelände in Richtung Ahornberg", so die Begründung in seinem Antrag.Gefährdet werde zudem die Bewerbung des Stiftlands, mit seiner Kultur- und Klosterlandschaft den Status Weltkulturerbe zugesprochen zu bekommen.

Nicht vergessen wird von Berr natürlich auch die Belastung der Bürger durch Lärm und Infraschall durch die rund 200 Meter hohen Anlagen. Bürgermeister Franz Stahl schlug in der Sitzung vor, zunächst klären zu lassen, ob die Rechtschutzversicherung der Stadt die Klage abdeckt. "Auch können wir jederzeit eine Stellungnahme abgeben", erläuterte der Bürgermeister die Hilfe für die Nachbargemeinde. Und eine weitere Klage würde vom Gericht wohl nicht gesondert betrachtet, zweifelte Stahl.

Sorge vor weiteren Anlagen

Für Karl Berr war das zu wenig, zumal er befürchtet, dass nach den beiden genehmigten Windrädern auch noch weitere kommen würden. So seien ursprünglich sechs Anlagen geplant gewesen. "Mähring schafft das alleine nicht", setzte sich Berr auch für eine Klage ohne Absicherung der Kosten über die Versicherung ein. "Das sind wir unseren Bürgern schulig", lautete sei Argument. Und auch Manfred Zandt von den Freien Wählern war die von Stahl vorgeschlagene Gangart zu verhalten. Schließlich sei die Bekanntmachung über die Genehmigung der Windräder am Wetterberg schon am 7. September erfolgt. Und die Frist zur Klageerhebung ende nach einem Monat, setzte sich auch Zandt für ein schnelles Vorgehen ein.

Konrad Schedl von den Grünen bekräftigte die Windräder als Teil der Erneuerbaren Energien. Doch bewertete auch er den Standort als nicht so geeignet.
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