Stadt steht wieder vor großen Aufgaben - Jetzt Untersuchung - Nachlass bei Saalmiete für ...
Millionen für die Sanierung des Kanalnetzes

Lokales
Tirschenreuth
16.01.2015
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Einen Bonus gibt es für die Vereine der Kreisstadt bei der Miete für den Kettelerhaussaal. Doch auch der Stiftlandgau der Schützen darf sich über eine Ermäßigung freuen.

Dabei war dem Antrag des Stiftlandgaus zunächst kein Erfolg vergönnt. Doch Manfred Zölch als Gauschützenmeister hat "nachgefasst" und jetzt im Ausschuss für Hauptverwaltung, Finanzwesen und Wirtschaft die Zustimmung gefunden.

Bei der Sitzung am Montag erinnerte Bürgermeister Franz Stahl, dass der Stiftlandgau bislang immer eine Kostenermäßigung von 50 Prozent bei der Saalbelegung bekommen hätte. Die gewährt die Stadt eigentlich nur Vereinen aus dem Ort. Die Ausnahme für die Schützen wollte das Gremium aber nicht ohne Vorankündigung kappen. Zudem wäre der Gauschützenmeister als Antragsteller ja auch aus der Gemeinde.

Ermäßigung für Schützen

Einstimmig billigte der Ausschuss die Kostenermäßigung. "Der Stiftlandgau ist davon ausgegangen", verwies Paulus Mehler (CSU) auf eine Art Bestandsschutz. Manfred Zandt (Freie Wähler) empfahl als künftige Maßgabe, dass der Verein seinen Sitz in Tirschenreuth haben sollte.

Beim Treffen des Ausschusses konnte der Bürgermeister auf die nächste große Maßnahme der Stadt einstimmen: Die Sanierung des Kanalnetzes. Zwar hätte die Stadt eine Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis über das Einleiten von Mischwasser in die Kläranlage erhalten, doch seien hier Auflagen erfolgt. So werden bis 2016 Untersuchungen des Kanalnetzes vorgenommen. Dann muss die Stadt den Sanierungsumfang festlegen. Bis 2020, so die Vorgabe, sollte die Sanierung umgesetzt werden. "Da kommt was auf uns zu, da geht es um Millionen", beurteilte Paulus Mehler die finanzielle Belastung und regte jetzt schon an, Rückstellungen vorzunehmen. Bleibt für Bürgermeister Stahl die Frage, ob im Haushalt ein "Spielraum" dafür vorhanden ist.

Keine "Hilfe" darf die Stadt durch den Bauverein erwarten. "Es gibt keine Dividende", teilte Stahl mit. Dennoch werde die Stadt ihre Anteile am Bauverein halten, betonte Stahl. Weiter unterstützen wird die Stadt den Weihnachtsmarkt des Lions-Clubs. Für die letztjährige Veranstaltung hatte die Stadt 9000 Euro netto als Zuschuss bezahlt. Die Unterstützung würde auch gewährleistet, weil der Bauhof nicht mehr für die Aufbau der Stände eingesetzt wird. Die Unterstützung rechtfertigte der Bürgermeister weiter damit, dass die Veranstaltung Besucher und Kaufkraft in den Ort bringen würde.

"Ein Weihnachtsmarkt dieser Qualität würde die Stadt ein Mehrfaches kosten", wusste Manfred Zandt. Der Freie Wähler konnte deshalb auch die Fortführung der Unterstützung mittragen. Allerdings sollte der Lions-Club eine Abrechnung der Veranstaltung vorlegen.

Ausgaben für Passion

Gut 77 500 Euro plant die Stadt für die "Passion 2015" ein. Nach erwarteten Eintrittsgeldern von rund 41 000 Euro sowie Zuschüssen geht man bei der Abrechnung von rund 30 000 Euro an Eigenmitteln aus.
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