Stadtpfarrer appelliert bei Monatswallfahrt für offene Herzen
Mit Freude Flüchtlingen helfen

Auch bei der letzten Monatswallfahrt in diesem Jahr war die Stadtpfarrkirche voll besetzt. Bild: jr
Lokales
Tirschenreuth
18.12.2014
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"Wir haben gegenüber den Flüchtlingen eine Verpflichtung. Öffnen wir unsere Herzen und zeigen ihnen unsere offenen Türen", appellierte Stadtpfarrer Georg Flierl bei der 332. Monatswallfahrt.

Angeführt wurde die Wallfahrt von Weihbischof Reinhard Pappenberger. Genau vor 30 Jahren, so wusste Flierl, hat der ehemalige Fockenfelder Abiturient Pappenberger in der Stadtpfarrkirche Tirschenreuth die Diakonenweihe empfangen. Musikalisch bereicherten den Festgottesdienst Ottmar Andritzky (Gesang) und Werner Fritsch (Orgel) mit Werken von Bach, Haydn, Mozart und Bizet.

Der Stadtpfarrer bat darum, "die Menschen, die zu uns kommen und viel mitgemacht haben, gut aufzunehmen". Sein besonderer Gruß unter den vielen Gottesdienstbesuchern galt der Gebietsoberin der Mallersdorfer Schwestern, Schwester Antonia aus Fockenfeld. Auch Weihbischof Reinhard Pappenberger ging gleich zu Beginn seiner Predigt auf die aktuelle Flüchtlingslage ein. "Das, was die Menschen heute weltweit aushalten müssen, ist schlimm. Es ist schlimm genug, dass sie ihre Heimat verlassen müssen und dann bei uns wieder nicht gerne gesehen werden."

Vom Himmel in die Welt

Pappenberger erinnerte an die Herbergssuche von Maria und Josef. "Bieten wir den Flüchtlingen von heute eine Heimat bei uns an. Schließlich bereiten wir uns gerade in diesen Tagen auf die Geburt Jesu vor. Er kommt vom Himmel direkt in unsere Welt hinein."

Egoismus angeprangert

Der Weihbischof sprach von einer vorweihnachtlichen Freude, die allen Menschen zuteil werden solle. Er forderte die Gläubigen auf, Weihnachten wieder bewusster zu feiern. "Wir dürfen uns freuen, mit Jesus kommt unser Retter. Er gibt uns und der Welt neue Hoffnung. Gott kommt durch Jesus zu uns Menschen." Der Prediger sprach sich dafür aus, Himmel und Erde zusammenzuhalten: "Dies ist die Aufgabe von uns Menschen." In diesem Zusammenhang prangerte er den Egoismus an. "Wir dürfen nicht nur an uns selber denken", forderte Pappenberger auf. "Lassen wir Maria zu unserer Mutter werden, dann sind wir Gott ganz nahe. Maria wird Sorge tragen, dass es in unserem Leben an der Freude nicht fehlt. Sie weiß um unsere Sorgen und Nöte." Gerade an jedem Monatsdreizehnten werde die Tirschenreuth die Maria angebetet, hob Pappenberger hervor. "Wir sind ihr ganze nahe in unseren Gebeten. Wir brauchen wieder mehr den marianischen Stil."

Den anderen Menschen nahe zu sein, sei Stärke und keine Schwäche. Auch und gerade im Umgang mit den Flüchtlingen sollten die Menschen nicht rücksichtslos sein: "Maria kann uns helfen, dass wir das Gute mit Freude tun."
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