Syrer bessern Bilanz auf

Lokales
Tirschenreuth
18.02.2015
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Wenn die Ausländer nicht wären, fiele die Bilanz schlechter aus. Dank des Zuzugs von Flüchtlingen und Asylbewerbern hält sich der aktuelle Bevölkerungsrückgang noch relativ in Grenzen.

Wie lässt sich ein Zuwachs um 47 Bürger in Fuchsmühl erklären? Die Antwort liegt auf der Hand: Etwa so viele Kriegsflüchtlinge aus Syrien sind seit Juni in der Marktgemeinde gemeldet. Diese Zahl ist die auffälligste in der jüngsten Auflistung, die das Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung vorgelegt hat. Demnach verschwanden zwischen Januar und Juli 2014 genau 184 Bürger aus den offiziellen Registern.

Das ist im Vergleich gar nicht mal so viel. Zuletzt betrug der Rückgang pro Jahr rund 500 Einwohner. Den größten Aderlass verzeichnete der Landkreis 2005 mit einem Schwund von 670 Leuten. 73 457 Einwohner zählt der Landkreis jetzt. Vor zehn Jahren waren es noch fast 79 000. Rein rechnerisch ist damit eine Stadt wie Kemnath verschwunden.

Fuchsmühl hat um 47 Einwohner zugelegt, Mitterteich genau 47 verloren. Damit ist die jüngste Bandbreite der Veränderungen abgesteckt. Für 10 der 26 Gemeinden meldet die Statistik einen Zuwachs. Krummennaab und Kastl, Pechbrunn, Immenreuth, Falkenberg, Brand, Neusorg, Friedenfels und Plößberg zählen zu den Gewinnern.

Zahlenmäßig am meisten Bürger verloren haben neben Mitterteich im ersten Halbjahr 2014 Tirschenreuth, Kemnath, Wiesau, Waldershof, Bärnau und Erbendorf, gefolgt von Waldsassen, Konnersreuth, Ebnath, Kulmain und Mähring. Kaum negative Veränderungen gab es in Neualbenreuth, Reuth, Pullenreuth und Leonberg.
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