Tim Schmalzreich bei der "Deutschen" über 800 m Freistil auf Rang 48
Besondere Atmosphäre

Lokales
Tirschenreuth
23.11.2013
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Mit einem beherzten Rennen über 800 m Freistil erfüllte Tim Schmalzreich vom Tirschenreuther Schwimm-Club am Eröffnungstag der deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal die Erwartungen.

In 8:45,85 Minuten blieb der 19-jährige Student zwar knapp über seinem Oberpfalzrekord (8:44,15), bestätigte aber seine ausgezeichnete Verfassung und landete auf Platz 48. Teilnahmeberechtigt waren die aktuell 100 besten deutschen Schwimmer, am Start waren in Wuppertal 51. Der Titel ging in Weltjahresbestzeit (7:41,06) an Sören Meißner vom SV 05 Würzburg.

Es war schon eine besondere Atmosphäre für Tirschenreuths Top-Schwimmer in der Wuppertaler Schwimmoper, als am Donnerstag die diesjährigen Titelkämpfe eröffnet wurden. Erstmals hatte sich Schmalzreich für die Meisterschaften in der Aktivenklasse qualifiziert. Mit Steffen Deibler im gleichen Hotel untergebracht, mit 400-m-Lagen-Titelträgerin Theresa Michalak beim Abschlusstraining die gleiche Bahn geteilt sowie mit Paul Biedermann, Marco Koch, Hendrik Feldwehr oder Daniela Schreiber - kurz: das aktuelle who-is-who des deutschen Schwimmsports - in unmittelbarer Umgebung, bedeuten für einen jungen Athleten beim Auftritt vor den Augen der versammelten Bundestrainer-Riege Motivation pur.
Beherzt ging Schmalzreich sein Rennen über die 800 m Freistil an. Mit 1:00,5 schwamm er auf den ersten 100 Metern rund eine Sekunde schneller als bei seinem Oberpfalzrekord elf Tage zuvor. Nach 2:05,17, 3:11,19 und 4:17,25 als Durchgangszeiten lag Schmalzreich zur Hälfte drei Sekunden vor seiner Bestmarke. Nach rund 550 Metern allerdings erfuhr der bis dahin gleichmäßige Rhythmus einen gewissen Bruch. Zwar blieb Schmalzreich mit seinen Zwischenzeiten von 5:24,02 über 500, 6:31,33 über 600 und 7:38,74 über 700 Metern bis vier Bahnen vor Schluss noch auf Rekordkurs, musste dann aber im Endspurt dem hohen Anfangstempo Tribut zollen.

In seiner Rennanalyse zeigte sich TSC-Trainer German Helgert dennoch mit seinem Schützling mehr als zufrieden. "Allein schon die Qualifikation stellt einen enormen Erfolg dar. Wir wollten schneller sein als in Bayreuth und mussten somit etwas riskieren," erläutert Helgert die Taktik, um hinzuzufügen, dass der Start an der Wupper "auf alle Fälle die Motivationsgrundlage dafür ist, auch für die Titelkämpfe im kommenden Jahr die Qualifikation anzustreben".
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