Tische und Stühle rücken ein

Moderne Technik findet sich einmal am Arbeitsort des Schichtleiters. PI-Chef Werner Schönfelder (rechts) und sein Stellvertreter Hermann Weiß verfolgen interessiert den Einzug des Mobiliars - und sind durchaus zufrieden. Dabei durften die Beamten auch bei der Ausstattung und Planung der neuen Inspektion ein wichtiges Wörtchen mitreden.
Lokales
Tirschenreuth
11.01.2015
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Ein Ausbruch aus der neuen Polizeiinspektion ist derzeit wirklich keine Hexerei: Es fehlen noch die Gitter an den Zellen. Bald ist es damit vorbei. Und dann ist der gefällige Neubau für die Missetäter bestimmt keine bevorzugte Adresse.

An allen Ecken und Enden der neuen Polizeiinspektion in der Kreisstadt wird derzeit gewerkelt. Fast schon auf der Zielgeraden ist das neue Dienstgebäude, aktuell werden die Räume mit Möbeln bestückt. Endspurt heißt es am 27. Januar. Dann werden auch die Beamten zum ersten "Einsatz" in ihr neues Domizil ausrücken.

Eines ist gewiss: In dem rund 600 Quadratmeter großen Gebäude finden die 28 Beamten zeitgemäße Arbeitsbedingungen und vor allem moderne Räumlichkeiten vor. Da wird vieles einfacher, auch im Umgang mit den Anliegen der Bürger. Weniger erholsam bleibt der Aufenthalt für die "bösen Jungs", obwohl auch die beiden Zellen im Keller jetzt auf der Höhe der Zeit sind.

Mit dem Einzug des Mobiliars nimmt die neue Inspektion langsam Gestalt an. Großzügig erscheint schon beim Betreten der Dienststelle der Bereich für die Besucher. In der Wache dann eine klare Glasfront zum Schichtleiter. Von der imposanten Theke mit der "Kommandozentrale" besteht so auch der Blick zum "Publikum" und damit die Möglichkeit, nach Bedarf mit einzugreifen.

Helle Farben

Noch ist das alles Theorie, denn Akku-Schrauber und Stichsäge bestimmen das "Raumklima". Erste Schreibtische trudeln diese Woche ein, rund 80 Stühle drängen sich in zwei Zimmern und sind so den rührigen Handwerkern aus dem Weg. Der PI-Chef, Erster Polizeihauptkommissar Werner Schönfelder, und sein Stellvertreter, Polizeihauptkommissar Hermann Weiß, schauen nach, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Am Donnerstag sind Gäste vom Präsidium aus Regensburg gekommen und sind beeindruckt von Funktionalität, aber auch von der Optik der neuen Inspektion. Dass alles nach Vorschrift geht, ist bei der Polizeipräsenz auf der Baustelle nicht verwunderlich.

Während an Elektronik und Technik noch montiert wird, lässt sich schon das "Gesicht" der neuen Dienststelle erkennen. Helle Farben, etwa Aubergine für die Stuhlpolsterung oder Gelb bei den Außenrollos, großzügige Dienst- und Aufenthaltsräume und natürlich moderne Sanitärräume. Gerade die Frauen im Dienste der Polizei werden diese Bereiche für sich besonders schätzen. Platz hat es reichlich in der neuen Dienststelle. Doch lieber so, als schon zur Einweihung zu klein, urteilt PI-Chef Schönfelder.

Fast schon ein bisschen wohnlich ist die offene Konstruktion im Zentrum des Neubaus. Durch die beiden Stockwerke führt der Ausschnitt bis zur Fensterreihe auf dem Dach. Das Tageslicht soll einmal bis auf ein Kunstwerk im Erdgeschoss fallen. Wer den Zuschlag erhält, ist noch ungewiss. Der Wettbewerb läuft, die Entscheidung steht noch aus. Ein genaues Bild vom Bild kann sich Schönfelder deshalb noch nicht machen. "Es sollte schon einen Bezug zur Polizei haben", grenzt er ein.

Modern wird das Kunstwerk sicher auch sein - und kann so mit seiner Umgebung Schritt halten. Viel Sicherheitstechnik, Bewegungsmelder, die anstelle von Schaltern für automatisch regelbares Licht sorgen, oder eine leistungsfähige Pellets-Heizung finden sich im Neubau. Etwas Tradition und Behördenstandard darf es freilich auch sein: Vor der Inspektion werden drei Fahnen wehen, für Bayern, Deutschland und die EU.

Im Kostenrahmen

Franz Stahl wird dann zur Einweihung wohl die Stadtfahne mitbringen. Mitte des Jahres soll dieser Termin über die Bühne gehen, mit Innenminister Joachim Hermann. Der darf sich freuen, dass der Kostenrahmen von rund drei Millionen Euro nicht gesprengt wird.
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