Tolle Tage: Kurz, aber heftig

Landrat Wolfgang Lippert (Mitte) hatte am Mittwochabend alle Faschings- und Karnevalsgesellschaften aus dem Landkreis Tirschenreuth zu einem Empfang ins Landratsamt eingeladen. Mit dabei waren zehn Faschingsgesellschaften mit neun Prinzenpaaren (unser Bild). Der Landrat dankte ihnen für das ehrenamtliche Engagement. Bild: jr
Lokales
Tirschenreuth
08.01.2015
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"Einmal muss sich die Arbeit eines Landrats schließlich auch lohnen", schmunzelte ein sichtlich gut gelaunter Landrat Wolfgang Lippert. Denn beim Empfang der Faschingsgesellschaften verliehen die neun Prinzenpaare nicht nur Orden. Von den hübschen Prinzessinnen gab es ein Küsschen.

"Greifen wir an, helau." So eröffnete Landrat Wolfgang Lippert am Mittwochabend im Saal des Landratsamtes den Empfang. "Uns fehlen im Vergleich zum vergangenen Jahr zwei Wochen. Am 17. Februar ist schon wieder Schluss", verwies der Landrat auf die heuer kurze Faschingssession.

Lippert wusste, dass es wegen des engen Zeitkorsetts zu einigen Überschneidungen kommt. "Bei uns im Landkreis wird der Fasching großgeschrieben." Humor, Zusammenhalt, Brauchtumspflege und Tradition seien wichtig. Von der gewohnten Oberpfälzer Zurückhaltung sei da nichts zu spüren. "Ganz im Gegenteil: Hier wächst der Oberpfälzer förmlich über sich hinaus." Dabei würdigte der Landrat besonders das Faschingstreiben in den kleineren Orten. Beispielhaft nannte er den Fortschauer Carnevalsclub. Dem sei es gelungen, Bernd Händel (bekannt von der Veitshöchheimer "Fastnacht in Franken") nach Fortschau zu holen.

Legendär und immer wieder ein Spektakel seien die Faschingsumzüge in Waldeck und Münchenreuth. "Die Münchenreuther rechnen mit bis zu 7000 Zuschauern. Wann kommen denn zu einem Event im Stiftland mal so viele Zuschauer, höchstens zu einem Nordgautag", hob der Landrat hervor. Er bekundete den Machern des Faschings im Landkreis Respekt. Immerhin sei auch ein ungeheurer logistischer Aufwand zu bewältigen. Wolfgang Lippert weiter: "Ich bin immer wieder überrascht, welch verborgene Talente in der Faschingszeit aufgedeckt werden. Mein Dank gilt den Büttenrednern, den Redenschreibern, den Gardetänzerinnen, den Choreographinnen." Lippert wusste: "In Orten mit hoher Faschingsaktivität ist auch außerhalb der Faschingszeit ein besonderer Zusammenhalt zu beobachten." Sein abschließender Dank galt allen, die als Prinzenpaare wirken und dafür viel Zeit investieren. Wolfgang Lippert lud auch zum Kreis-Seniorenfasching ein, der am 1. Februar ab 14 Uhr in Kemnath stattfindet.
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