Traditionelles Neujahrskonzert im Kettelerhaus
Große Töne im neuen Jahr

Die Donau Philharmonie Wien begeisterte einmal mehr beim Neujahrskonzert im Kettelerhaus ihre vielen Fans. Manfred Müssauer leitete das Orchester voller Temperament und Leidenschaft. Bild: kro
Lokales
Tirschenreuth
05.01.2015
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Sanfte Bogenstriche, druckvolle Bläser, dazu kraftvolle Stimmen: Beim Neujahrskonzert gab es allerhand zu hören. Beim Thema "Stage and Set" tauchte die Donau Philharmonie Wien aber dennoch weit in die Welt der Oper ab.

Auf ein musikalisches Ereignis konnten sich die Stiftländer zum Jahresanfang in der Kreisstadt freuen. Und viele wollten mit dabei sein. Rund 600 Gäste durfte Bürgermeister Franz Stahl am Freitag zum traditionellen Neujahrskonzert im Kultur- und Veranstaltungszentrum Kettelerhaus begrüßen.

Keine Unbekannten

Sie erlebten ein Neujahrskonzert der "Donau Philharmonie Wien" auf höchstem Niveau. Dieses Orchester ist in Tirschenreuth nicht unbekannt, schon mehrmals gastierte dieses Ensemble unter der Leitung ihres Chefdirigenten Manfred Müssauer im Kettelerhaus. Und Müssauer hatte auch ein hohes Lob für die Veranstalter parat, "uns gefällt es hier in dieser schönen Stadt-Halle zu spielen. Uns gefällt auch hier diese schöne Region. Ich kann dies sagen, denn wir kommen viel herum". Die Begrüßung durch den Bürgermeister gestaltete sich dann gleich zum "Sound-Check", nachdem immer wieder Mikrofon-Aussetzer zu bewältigen waren. Stahl verhehlte in seiner Rede nicht, dass es auch sein persönlicher Wunsch war, dass die "Donau Philharmonie Wien" wieder in Tirschenreuth spiele, ehe er kurz auf das diesjährige kulturelle Programm in der Kreisstadt hinwies. "2015 ist wieder ein Passionsjahr", so Stahl, ab März werde die Tirschenreuther Passion gespielt, es gebe aber schon jetzt Eintrittkarten zu kaufen.

Aus Oper und Operette

Danach war die Bühne frei für die "Donau Philharmonie Wien", die mit dem Konzert "Stage and Set" ihren Premieren-Abend feierte, wie Manfred Müssauer verriet. Berühmte Filmmusik aus Oper, Operette und Hollywood, aber auch deutsche, russische oder französische Filmmusik reihten sich aneinander, wobei der erste Teil des Konzerts eher der Klassik, der Musik aus Oper und Operette, zugeneigt war.

Die Ouvertüre des Konzerts war "Le Nozze di Figaro" von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Filmklassiker "Die Braut, die sich nicht traut". Viel Beifall gab es anschließend für Bariton Steven Scheschareg, der mit ausdrucksstarker Stimme "Il martimonio segreto" vortrug. Beeindruckend auch der Auftritt der Sopranistin Natasha Young, die für die erkrankte Heidi Manser einsprang. Die junge Sängerin, sie war vor zwei Jahren schon mal in Tirschenreuth, ließ mit ihren ausgeprägten Sopran-Stimme aufhorchen. Exzellent ihr "O mio babbino caro" oder die Arie der Geierwally. Zum Abschluss des ersten Teils des Neujahrskonzerts sangen beide im Duett "Barcarole" aus Hoffmanns Erzählungen.

Der zweite Teil des kurzweiligen Konzerts bestand vor allem aus echter Filmmusik, wie aus "Doktor Schiwago", "My Fair Lady", "Star Wars" oder "Elisabeth". Dirigent Manfred Müssauer war mit seinem Dirigentenstab voller Leidenschaft und Temperament bei der Sache. Eine emotionale Vorgabe, bei der es die Musiker nicht leicht hatten, mitzuhalten.
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