Turnhallen des Landkreises stehen im Fokus für den Notfallplan - Dezentrale Lösungen werden ...
Sichere Bleibe statt Sport und Spass

Lokales
Tirschenreuth
30.10.2014
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Turnhallen bieten sich an, wenn es gilt, für eine gewisse Zeit viele Menschen sicher unterzubringen. Beim Notfallplan der bayerischen Staatsregierung liebäugelt der Landkreis mit seinen eigenen vier Objekten. Dazu gehören die Hallen der Berufsschule in Wiesau, der Realschule in Kemnath der Realschule im Stiftland in Waldsassen und die des Stiftland-Gymnasium.

Letztere komme deshalb nicht infrage, weil sonst das Sport-Abitur gefährdet wäre, erklärt Abteilungsleiterin Regina Kestel im Landratsamt. Grünes Licht komme hingegen aus Kemnath. Die Realschul-Turnhalle sei im Notfallplan aufgenommen und biete Platz für etwa 50 Personen. Für die Berufsschule Wiesau könnte die Lösung so aussehen, dass die vorhandenen Container mit für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt würden, erklärte Kestel.

Man könne Klassenzimmer zusammenlegen, im oberen Stockwerk unterrichten und die Asylsuchenden im Erdgeschoss unterbringen. Auch hier könnten vorübergehend etwa 50 Menschen wohnen.

Eine Belegung der Turnhalle der Waldsassener Realschule rief bei den Verantwortlichen vor Ort keine Begeisterung hervor. Bürgermeister Bernd Sommer schlug eine andere Lösung für den Notfallplan vor. In der Städtischen Turnhalle könnten im Fall der Fälle etwa 50 Menschen untergebracht werden.

Insofern nicht ganz einfach, weil der Turnverein Waldsassen (TVW) hier praktisch täglich seine Trainingsstunden absolviert und auch die meisten Großveranstaltungen der Klosterstadt über die Bühne gehen.

Auf Nachfrage teilte Sommer am Mittwoch mit, dass er bereits mit dem Vorsitzenden des TVW gesprochen habe. Auch mit den Schulleitern habe es bereits Gespräche gegeben. Im Falle eines Falles könnte demnach der TVW auf Schulturnhallen ausweichen. Auch größere Veranstaltungen wären auf diese Art und Weise realisierbar.

Sommer plädiert in dem Zusammenhang an alle, die im Landkreis Wohnungen zu vermieten haben, in die sie auch selbst einziehen würden, diese für Asylbewerber zur Verfügung zu stellen. Regina Kestel ergänzt, dass der Landkreis immer auf der Suche nach geeigneten Quartieren sei. Sie ist auch die zuständige Ansprechpartnerin.
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