Typisch für den Winter

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Lokales
Tirschenreuth
30.01.2015
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Deutlich gestiegen ist im Januar wieder die Zahl der Arbeitslosen. Nicht die Konjunktur ist schuld, sondern die Jahreszeit.

Saisonbedingt stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Männer und Frauen auf 2208 Personen, 486 mehr als im Vormonat. Vor allem witterungsbedingte Kündigungen ließen die Quote auf 5,5 Prozent nach oben steigen.

"Typisch für diese Jahreszeit", sagt Gerlinde Sollacher-Kraus, Leiterin der Agentur für Arbeit Tirschenreuth. "Unser Arbeitsmarkt wurde vor allem durch Freisetzungen in den sogenannten Außenberufen und witterungsabhängigen Branchen geprägt." Rund 610 Menschen meldeten sich arbeitslos, viele mit einer Zusage, im Frühjahr auf ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu können."

"Ungleich verteilt sind die Chancen bei der Arbeitssuche", resümiert Sollacher-Kraus. "Vor allem bei Menschen mit Behinderung und ausländischen Mitbürgern bewegt sich im Vergleich zum Vorjahr immer noch wenig. Leichte positive Veränderungen sind bei Langzeitarbeitslosen und älteren Arbeitslosen zu spüren - ein erstes Umdenken der Betriebe, gute Fachkräfte aus diesen Personengruppen zu gewinnen."

Die Nachfrage der Betriebe schwächte sich im Januar leicht ab: Dem Arbeitgeber-Service wurden insgesamt 104 Stellen neu zur Besetzung gemeldet. Mit insgesamt rund 290 betreuten Arbeitsangeboten, davon 272 sozialversicherungspflichtig, wurde der Januarwert von 2014 um fast 25 Prozent übertroffen.

Mit 86 Angeboten kamen 30,1 Prozent der gemeldeten Stellen von den Zeitarbeitsfirmen. Offene Stellen wurden vor allem im verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Baugewerbe gemeldet. "Unser Arbeitgeber-Service ist im ständigen Dialog mit den Betrieben und den Bewerbern. Nicht immer können alle Wünsche der Personalchefs erfüllt werden", so Sollacher-Kraus. Hier sollte auch der Blick auf motivierte Bewerber gerichtet werden, die sich weiterbilden möchten bzw. Zusatzqualifikationen anstreben. "Wichtig ist aber auch, dass sich die Betriebe gut präsentieren.

Bei der Fachkräftegewinnung wird das Thema "Familienfreundlichkeit" immer bedeutender. Das Lokale Bündnis für Familie hat aktuell einen Wettbewerb ausgeschrieben: Bis 15. Februar können sich familienfreundliche Unternehmen bewerben und als Best-practice-Beispiele bekanntwerden." Nähere Informationen bietet das Lokale Bündnis für Familie im Internet unter www. zukunftfuerfamilie.de.
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