Über 15 000 Fahrgäste nutzen den neuen Personennahverkehr im Landkreis
Bürger fahren auf "Baxi" ab

Bestens angenommen wird "Baxi" im Landkreis. Haltestellen gibt es auch in kleinsten Gemeindeteilen. Bild: Grüner
Lokales
Tirschenreuth
16.03.2015
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Nicht nur der Landrat sieht eine Erfolgsgeschichte sondergleichen, die Zahlen beweisen es auch: In 9 Monaten haben die "Baxis" 13 377 Fahrgäste befördert. Nimmt man den Januar noch mit in die Rechnung, sind es sogar über 15 000. "Das übertrifft alle Erwartungen", spricht Wolfgang Lippert von einem wichtigen Teil der Daseinsvorsorge.

Mit der Kombination aus Bus und Taxi sieht Sachbearbeiter Peter Zimmert nicht nur eine große Lücke im Öffentlichen Personennahverkehr geschlossen. "Die Baxis" garantieren Mobilität bis in den kleinsten Gemeindeteil. Ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor."

Das hat allerdings Geld und "Manpower" gekostet. Zimmert allein hat auf 32 Veranstaltungen das neue System den Bürgern nahe gebracht. Fast 110 000 Euro haben aber auch die speziellen Werbemaßnahmen gekostet. "Die Marke ,Baxi' im Landkreis zu etablieren, ist größtenteils erreicht", weiß Zimmert.

Allerdings werden die 32 Linien sehr unterschiedlich angenommen. Quasi ein Selbstläufer ist von Neualbenreuth über Waldsassen, Konnersreuth, Mitterteich und Pechbrunn nach Marktredwitz mit allein 5630 Fahrgästen. Auch von Tirschenreuth über Falkenberg, Wiesau, Mitterteich und Leonberg nach Waldsassen (1609) oder Bärnau-Tirschenreuth (1471) oder Plößberg-Tirschenreuth (1410) stehen ausgezeichnet da.

Auf der anderen Seite gibt es bei der Linie von Friedenfels nach Waldershof mit nur 5 Passagieren oder von Brand über Ebnath, Neusorg und Pullenreuth nach Waldershof (22) enormen Nachholbedarf. "Schwachstellen haben wir mit dem neuen Fahrplan beseitigt", verweist Zimmert auf eine Weiterführung der beiden letztgenannten Linien bis nach Marktredwitz. Auch eine Verbindung Waldsassen nach Eger ist angedacht.

Obwohl das System ausgezeichnet läuft, ist die Zukunft noch nicht gesichert. Die Förderung des Modellprojekts läuft Ende 2016 aus. "Da müssen wir politisch agieren", fordert Landrat Lippert im Wirtschaftsausschuss. Und verkneift sich auch nicht den Hinweis, dass der Öffentliche Personennahverkehr in München eine Million Euro kostet. "Und das aber täglich."
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