Umzug zum 150. Geburtstag

Bürgermeister Franz Stahl (links, rechts Stadtrat Paulus Mehler) erklärt den ersten Plan für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Bei einer Begehung mit der CSU machten sich Interessierte ein Bild davon, wie und wo die Feuerwehr-Männer ab dem Jahr 2018 ihre neue Zentrale beziehen. Bild axs
Lokales
Tirschenreuth
05.05.2015
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"Ein Feuerwehrhaus wird teilweise für die Ewigkeit gebaut", sagt Franz Stahl. Freilich denkt er dabei nicht an die bestehende Anlage in der Kreisstadt, sondern er blickt in die Zukunft. Denn schon in den nächsten Jahren wird an der B 15 stadtauswärts ein neues Gerätehaus entstehen.

In die feuerschutztechnische Sicherheit der Bürger investiert die Stadt damit circa 4 Millionen Euro. Es ist eine der größten Maßnahmen, die in den kommenden Jahren das Gesicht der Kreisstadt verändern wird. Bis Mitte 2018 soll ein neues Feuerwehrhaus aus dem Boden wachsen.

"Im Frühjahr 2016 wollen wir den Spatenstich abhalten", erklärt Bürgermeister Franz Stahl den straffen Zeitplan. Bei der Veranstaltung "CSU auf Tour" gab er einen Überblick über die Aufgaben und Dimensionen des Neubaus.

Ideen der Feuerwehr

Das bisherige Domizil der Feuerwehr in der Kreisstadt stammt aus den 1960er-Jahren und ist, auch aufgrund der Position im bebauten Gebiet in der Nähe zur Grundschule, nicht mehr zeitgemäß. Eine Sanierung dieser Gebäude wäre zwar unterm Strich etwas günstiger gewesen, allerdings gäbe es dafür keinerlei Fördermittel. Aktuell wird die neue Maßnahme mit circa 600 000 Euro bezuschusst. Deshalb wagt die Kommune den großen Schritt hin zum Neubau. "Hier müssen Stadt und Feuerwehr eng zusammenarbeiten", erinnert der Bürgermeister.

Fertig zum Jubiläum

Und für Stadtrat Paulus Mehler ist vor allem eines wichtig: "Die Feuerwehr sollte sich genaue Gedanken machen, was sie braucht." Denn die neuen "Eigentümer" der Anlage haben bei der Konzeption bereits ein Wörtchen mitzureden. Der ausgewählte Standort an der B 15 unterhalb des Sportplatzes des Gymnasiums birgt erhebliche Vorteile. Die Verkehrssituation, etwa bei schnellem Ausrücken der Einsatzfahrzeuge, ist wesentlich günstiger als bisher und außerdem wird auf städtischem Grund gebaut, was die Kosten geringer hält. "Langfristig könnten wir sogar den Bauhof auf das Gelände auslagern", blickt Franz Stahl weiter in die Zukunft.

Doch konkret dreht sich alles um das Gerätehaus, das 2018, pünktlich zum 150. Jubiläum der Feuerwehr, fertig werden soll. Bereits jetzt läuft die Planung auf Hochtouren, denn man möchte die Baumaßnahme noch im Winter dieses Jahres ausschreiben. Und das Projekt stößt auf großes Interesse. "Schon mehr als 20 Planungsbüros haben die Unterlagen angefordert", erklärt Stahl.

Vergabe im Juni

Im Juni wird dann über die Vergabe entschieden, so dass im August bereits die Detailplanung starten kann. Dass es dabei nicht nur um einsatztechnische und pragmatische Gesichtspunkte geht, weiß der Bürgermeister ebenfalls: "Das Ganze soll auch bautechnischen Charme haben, denn er verändert die Wahrnehmung des Ortseinganges gewaltig."
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