Unterstützung für mutiges Volk

Lokales
Tirschenreuth
21.01.2015
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"Sie wollen eine Burg kaufen und renovieren? - Tun Sie es nicht", empfiehlt der Touristenführer der Burg Rabenstein in Franken und warnt vor den Kosten. Die Gemeinde Falkenberg hat es getan und ihr Wahrzeichen erworben. Die Sparkasse unterstützt das mit einer Spende.

Eine Burg kaufen und renovieren kostet viel Geld. Im konkreten Fall rund 7,3 Millionen Euro. Die Gemeinde selbst ist dabei mit über einer Million gefordert. Natürlich sind deshalb neben Zuschüssen auch Spenden jederzeit willkommen. Am Montag überreichten die Vertreter der Stiftung der Sparkasse Oberpfalz Nord Bürgermeister Herbert Bauer den symbolischen Scheck.

Wie Landrat Wolfgang Lippert sagte, wurden aus dem Fonds in den vergangenen knapp 20 Jahren Projekte in der Region mit rund 420 000 Euro unterstützt. Alles Dinge, die den Landkreis vorangebracht hätten. Lob zollte der Landkreischef den Falkenbergern, die mit dem Burgprojekt Entschlossenheit zeigten und den Mut aufgebracht haben, dieses Wahrzeichen der nördlichen Oberpfalz zu revitalisieren.

Entscheidender Schritt

Nach Lipperts Meinung ein ganz entscheidender Schritt. Es sei sehr wichtig gewesen, dass das Objekt in den Besitz des Marktes gekommen sei. Nur dadurch wäre man entsprechend handlungsfähig und könne die Burg so umgestalten, wie es die Zeit erfordere und "wie wir es haben wollen." Entstanden sei ein Konstrukt, das sich sehen lassen könne. Ein Museum zur Geschichte der Burg und über Friedrich Werner Graf von der Schulenburg, sieben Doppel- und ein Einzelzimmer der gehobenen Mittelklasse und moderne Tagungsräume machten das Objekt attraktiver denn je.

Außerdem entstehe hier für das Burgenland Oberpfalz - Böhmen ein Infopoint als überregionales Informations- und Marketingzentrum. Für den Fonds seien die 7500 Euro schon eine Spende der größeren Art. "So eine Summe spenden wir nicht jeden Tag", so der Landrat. Aber: "Mutige Projekte verdienen Unterstützung."

Wer baue schon eine Burg um. Da gebe es kaum Erfahrungswerte. Deshalb seien Rückschritte eigentlich vorprogrammiert. Der Vorstandssprecher der Sparkasse Oberpfalz Nord, Ludwig Zitzmann, wertete die Spende auch als ein Zeichen gegen die derzeitigen Unwägbarkeiten, vor der die Gesellschaft stehe. Gerade das Thema "Graf von der Schulenburg" sei dabei ein wichtiger Beitrag.

Gesellschaftliches Symbol

Der Sprecher erinnerte daran, dass extreme Ausrichtungen in einer Gesellschaft, egal in welche Richtung, niemals gut seien. Mit dem Burg-Projekt werde damit auch eine Symbolik in diese Richtung geschaffen. "Respekt, dass sich Falkenberg das alles zutraut."
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