Verein kann attraktives Jahresprogramm vorweisen - Neue Regionen erkunden und Gesellschaft ...
Den Wanderern fehlt es an jungen Mitgliedern

Bürgermeister Franz Stahl gratulierte dem Vorsitzenden der Wanderfreunde, Eberhard Bauer (links), zu den umfangreichen Aktivitäten. Bild: hä
Lokales
Tirschenreuth
25.03.2015
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Von einem erfolgreichen Wanderjahr konnte Eberhard Bauer, der Vorsitzende der Wanderfreunde Tirschenreuth, bei der Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Pizzeria Siena berichten. Rund zwei Dutzend Mal war man in der näheren und weiteren Umgebung unterwegs, um den Wandergedanken aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Gesellschaft zu pflegen. Dem Verein fehle allerdings ein Zuwachs an jungen Leuten, der Mitgliederstand von zuletzt exakt 100 konnte durch Austritte und zwei Todesfälle nicht gehalten werden, er beträgt jetzt 95 Personen.

Trotz allm war der Vorsitzende mit der Beteiligung an den Aktivitäten zufrieden, auch Nichtmitglieder waren oftmals vertreten. Der zweite Sonntag im Monat bleibt ein fest stehender Termin für die Wanderungen. Auch in diesem Berichtsjahr ging man mit den Wanderungen um den Weißenstädter See und auf den weniger bekannten Epprechtstein über die Landkreisgrenze hinaus. Ein fester Bestandteil sind die Wanderungen durch die Heusterz, ins Waldnaabtal, zum Finkenstich, zur Fischzucht Becker Neualbenreuth und die Maiwanderung nach Schachten. Auch das Gartenschaugelände wird oftmals mit eingebunden. Nicht fehlen darf dabei stets die Einkehr danach mit gemütlichem Beisammensein bei Kaffee, Kuchen, Bier und Brotzeit. Einige Male wurde den Teilnehmern bereits auf der Strecke "Aufputschmittel" verabreicht.

Tour nach Loreto

Mit den Mitterteicher Wanderfreunden hält man weiterhin Kontakt durch die Beteiligung an deren alljährlichen Zoigl-Wandertag. Dass es für echte Wanderer kein schlechtes Wetter gibt, stellte man bei strömenden Dauerregen bei der Tour ins benachbarte Loreto unter Beweis.

Zur festen Einrichtung gemacht haben sich die Wanderfreunde Besuche der örtliche Gartenfeste wie dem Skihüttenfest, Waldfest beim OWV oder beim Obst- und Gartenbauverein mit einer Wanderung zu verbinden. Ein Höhepunkt ist alle Jahre das Gartenfest bei Familie Reiter in Wondreb. Zum gesellschaftlichen Teil des Jahres gehören auch das Schlachtschüsselessen in Herrmannsreuth und das Jahresabschlussessen im Vereinslokal. Ein Höhepunkt war im Vorjahr wohl der Vereinsausflug in den Bayerischen Wald mit Besuch des Waldwipfelwegs, des Glasdorfs Arnbruck und der Bärwurzerei in Kötzting. Die Wanderfreunde beteiligen sich alle Jahre auch am Ferienprogramm der Stadt, diesmal mit einer Radltour, die fast 25 Kinder waren begeistert. Auch außerhalb der "Wanderei" sind die Mitglieder aktiv, wie im Vorjahr bei den Kegler-Stadtmeisterschaften oder heuer beim Bürgerschießen. Um sich fit zu halten, trainiert eine Gruppe jeden ersten Montag im Monat auf der Kegelbahn im Kettelerhaus und zählt man die monatlichen Mitgliederzusammenkünfte jeden letzten Freitag im Monat dazu, dann kommt man auf fast 50 Veranstaltungen pro Jahr.

Die gesamten Wanderungen 2015 sind wieder in einem von Werner Reiter erstellten Heftchen zusammengefasst, welches die Mitglieder ausgehändigt bekommen. Neu vorgesehen sind heuer eine Tageswanderung um das Marktredwitzer Haus, eine Rundwanderung auf der Silberhütte und ein Tagesbesuch im Freiland-Museum Neusath-Perschen. Der Vereinsausflug führt am Mittwoch, 12. August, in die Kulturstadt Europas 2015 Pilsen. Hierbei, wie auch bei allen anderen Aktivitäten der Wanderfreunde, sind Nichtmitglieder stets willkommen. Nach dem Bericht von Kassier Oskar Würner ist die finanzielle Lage des Vereins, auch dank einer Spende die über die Stadt kam insgesamt zufriedenstellend. Für zehn Jahre Vereinszugehörigkeit konnte Maria Glocker mit einer Urkunde geehrt werden.

Sinnvoll Freizeit gestalten

Bürgermeister Franz Stahl, selbst Mitglied bei den Wanderfreunden, lobte die zahlreichen Aktivitäten des Vereins. "Wanderer haben ein Ziel, mit Freunden sinnvoll Freizeit zu gestalten", meinte das Stadtoberhaupt. Obwohl das Wandern nicht mehr ganz dem heutigen Zeitgeist entspreche, habe der Wanderverein uneingeschränkt seine Daseinsberechtigung.
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