Viel Geschichte zum Anfassen

Der Schlossberg in Waldeck wandelt ständig sein Gesicht. Fleißige Helfer bauen die Ruine Stück für Stück wieder auf. Aktuell werden Mauerreste freigelegt und restauriert. Die Burgkapelle St. Ägidius ist revitalisiert und frei zugänglich. Bild: tr
Lokales
Tirschenreuth
04.09.2015
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Sehen, wie der köstliche Zoigl gebraut wird, die Funktionsweise eines mittelalterlichen Pechofens kennenlernen oder eine Tuchfabrik von innen bestaunen. Das und vieles mehr ist am 13. September am Tag des offenen Denkmals möglich.

Unter dem Motto: "Handwerk, Technik, Industrie" seteht heuer der bundesweite Tag des offenen Denkmals, der jedes Jahr am zweiten Sonntag im September ist. Zahlreiche historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, öffnen ihre Türen und bieten Millionen von Architektur- und Geschichtsliebhabern spannende Streifzüge in die Vergangenheit an. Auch in unserer Region beteiligen sich wieder viele Städte und Gemeinden am Denkmaltag.

Fuchsmühl

DerPechofen in der Gütterner Straße stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde 2001 wiederentdeckt. 2006 wurde er nachgebaut. Das Denkmal ist immer zugänglich. Führungen am Tag des offenen Denkmals sind um 12 und 15 Uhr. Ab 10 Uhr ist Ortsteilfest in Güttern. Für Essen und Trinken ist gesorgt, ein kleines Zelt ist vorhanden.

Das Kriegerdenkmal in Güttern ist 60 Jahre alt geworden und wird am Tag des offenen Denkmals ebenfalls vorgestellt. Bilder aus früherer Zeit und Informationen durch Anwohner und den heimatkundlichen Arbeitskreis sind dabei inklusive. Auch dasSchlossund dieSchlosskapelle in Fuchsmühl können besichtigt werden. Die Kapelle ist von 10 bis 17 Uhr, das Schloss von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Um 10 Uhr und 14 Uhr und nach Bedarf sind Führungen durch den heimatkundlichen Arbeitskreis geplant.

Kaibitz

In der Schlossschänke in Kaibitz 4, sind das Brauhaus aus der Zeit um 1818 und die Mühle von etwa 1920 ab 14 Uhr geöffnet. Führung um 14.30 Uhr durch Ely Eibisch. Außerdem Führung zum Denkmal "Alte Eiche".

Kemnath

Die Alte Fronveste in der Trautenbergstraße beherbergt eine Dauerausstellung über historische Waffen aus der Waffenmanufaktur Fortschau von 1689-1803 und ist Stützpunktmuseum für Vor- und Frühgeschichte im Kemnather Land. Öffnungszeiten am 13. September: 14 bis 16 Uhr, Führungen nach Bedarf durch Museumsleiter Anton Heindl und Arbeitskreisvorsitzenden Hans Rösch.

Zu sehen sind unter anderem Luntenmusketen und Steinschlossflinten aus der ersten bayerischen Waffenmanufaktur. Wahre technische Kunstwerke der Büchsenmacher aus Kemnath und Umgebung. Informationen zur Geschichte und Funktionserklärung am Objekt stehen im Vordergrund. Zudem wird die Entstehung und Entwicklung der Musikautomaten anhand zahlreicher Klangbeispiele erklärt. Zur Stärkung gibt es Kaffee und Kuchen.

Marktredwitz

Die ehemalige Buntweberei Benker in der Fabrikstraße 12 in Marktredwitz, Dörflas ist ein Komplex von Industriebauten unterschiedlicher Entstehungszeit ab 1872. Zwischen den verbleibenden historischen Einzelgebäuden entstehen neue Wohn- und Arbeitsquartiere. Geöffnet ist der komplex am Denkmaltag von 11 bis 17 Uhr. Das Außengelände mit Aussichtsplattform ist täglich geöffnet. Führungen mit Architekt Gerald Braun, um 11.15, 14 und 16 Uhr.

Mitterteich

DasKommunbrauhaus, Vorstadt 13 wurde 1864 errichtet. Das Braurecht erhielt Mitterteich bereits 1516. Zwischen 1910 und 1911 wurde es elektrifiziert und mit neuer Technik, die noch heute in Betrieb ist, ausgestattet. Von Anfang an wurde hier ausschließlich von Bürgern gebraut.

Aktuell brauen hier vier Mitterteicher Kommunbrauer und schenken in speziellen Wirtschaften den Mitterteicher Zoigl aus. Am Tag des offenen Denkmals ist das Kommunbrauhaus von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Führungen bietet der Arbeitskreis Heimatpflege nach Bedarf an.

Tirschenreuth

Die Tuchfabrik Mehlerin der Bahnhofstraße 45-47 wurde im Jahr 1644 gegründet und wird mittlerweile in der 11. Generation geführt. Das Unternehmen ist somit der älteste Tuchhersteller in Deutschland. Die Führungen am Denkmaltag sind bereits restlos ausgebucht.

Waldeck

Die Burgruine am Schlossberg, wurde 1124 erstmals erwähnt und war bis 1698 Landrichtersitz. Aktuell werden Mauerreste freigelegt und restauriert. Die Burgkapelle St. Ägidius ist revitalisiert und frei zugänglich. Führungen ab 14 Uhr durch Uwe Schimpf, Christian Bothner und Franz Horn.

Waldershof

Das Kommunbrauhaus in der Walbenreuther Straße wurde 1872 errichtet. Die historische Brauereieinrichtung ist immer noch erhalten. Am 13. September ist es von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Von 14 bis 15 Uhr bietet Christa Besold eine Führung an.
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