Vom Leiden und Sterben Jesu Christi

Auf dem Hügel Golgatha vor den Toren Jerusalems.
Lokales
Tirschenreuth
01.04.2015
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Passionskrippen haben Tradition im Alpenraum. Hierzulande sind sie eher selten zu sehen. Anders im Tirschenreuther Museumsquartier (MQ).

"... und die Welt ward erlöst" titeln die Tirschenreuther Krippenfreunde ihre Ausstellung, die sie anlässlich der fünften Tirschenreuther Passion aufgebaut haben. Dort zeigen 18 Aussteller noch bis zum 12. April etwa 20 Krippen plus Einzeldarstellungen und bemalte Ostereier. Die Präsentation beschäftigt sich ausschließlich mit den Ereignissen um das Leiden und Sterben Jesu Christi, also dem Zeitraum von Palmsonntag bis Ostern.

Solche Darstellungen werden Passionskrippen, woanders auch Fastenkrippen oder Ernste Krippen, genannt. Im Gegensatz zu hierzulande ist es in anderen Regionen, zum Beispiel in Tirol, der Heimat der Passionskrippen, seit Jahrhunderten Brauch, sie in der Fastenzeit aufzustellen. Nicht selten beinhalten die Krippen alle Stationen des Kreuzweges. Oft handelt es sich aber auch nur um Einzeldarstellungen, wie der Einzug Jesu in Jerusalem, die Kreuzigung oder das Heilige Grab. Ein besonders beliebtes Motiv ist das letzte Abendmahl. Im Gegensatz zu den Weihnachtskrippen sind Passionskrippen immer im Orient angesiedelt. Die Krippen im MQ sind zum großen Teil neueren Datums. Es sind aber auch Exponate aus dem 19. Jahrhundert zu sehen. Zudem ist eine Sammlung handbemalter Ostereier mit sakralen Motiven zu bestaunen. Teilweise wird das Leiden und Sterben Jesu Christi ganz im Stil der großen Tirschenreuther Landschaftskrippen gezeigt. Die Präsentation ist außer montags, jeweils täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
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