Von der Idee zum Projekt

Lokales
Tirschenreuth
04.11.2015
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Stammtisch-Parolen sind schnell nachgeplappert, Vorurteile mit Gerüchten geschürt: Die Aktion "Demokratie leben!" kämpft dagegen an. Und da geht es beileibe nicht alleine um den rechten Rand.

Das Bundesfamilienministerium fördert Projekte in der Region, die das "demokratische und vielfältige Miteinander" stärken. Wie Vereine, Bündnisse gegen Rechts und Jugendliche eine Förderung beantragen können, steht im Mittelpunkt der Demokratie-Konferenzen in den nächsten Wochen.

Am 9. November im Landratsamt Wunsiedel und am 18. November im Landratsamt Tirschenreuth stellen jeweils ab 17.30 Uhr die Berater der Koordinierungsstelle von "Demokratie leben in der Mitte Europas" in Bad Alexandersbad die Ziele vor.

In Antragsworkshops erklären sie, was bei der Förderung zu beachten ist und wie aus einer ersten Idee ein förderfähiges Projekt wird. Das kann eine Einzelveranstaltungen ebenso sein wie ein längerfristiges Bildungs- und Begegnungsvorhaben. Außerdem werden Modellprojekte vorgestellt, die in anderen lokalen Partnerschaften gefördert werden.

Zu den Demokratie-Konferenzen sind auch Jugendliche und junge Erwachsene eingeladen, die aus einem speziellen Jugendfonds in Höhe von 5000 Euro schöpfen können.

Die Landkreise Wunsiedel, Tirschenreuth, Hof und die Stadt Hof sind 4 der bundesweit 218 Kommunen, die bis 2019 vom Bundesfamilienministerium als Partnerschaften für Demokratie gefördert werden. Die Projektstelle gegen Rechtsextremismus im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad koordiniert das Bundesprogramm vor Ort und berät als Fachstelle Interessenten und Projektträger in den Gebietskörperschaften. Zur Finanzierung der Aktivitäten und auch der Fachstelle selbst erhalten die Aktionspartner vom Bundesministerium fünf Jahre lang jeweils 55 000 Euro. Das Geld fließt unter anderem auch in PR-Arbeit, aber vor allem sollen damit lokale Projekte gefördert werden.

Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.demokratie-leben-in-der-mitte-europas.d...
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