Vorbildlicher Zusammenhalt

Die Führungsmannschaft des Reitvereins mit (vorne von links) Hans Kopatsch, Iris Reiter, Vorsitzenden Karl Zintl, Jürgen Roll, Sandra Dietl, Ramona Zeitler, Stefanie Zeus und Anna-Lena Ott sowie (hinten) Lisa Dostler, Susanne Schuller, Tanja Baumert, Elena Reiter und Jürgen Schuller. Bild: hä
Lokales
Tirschenreuth
01.12.2015
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Mit fast einer halben Million Euro Umsatz ist der Reitverein ein Wirtschaftsunternehmen. Für den reibungslosen Betrieb kann sich Vorsitzender Karl Zintl auf fleißige Mitglieder verlassen.

Wer die Berichten beim Reitverein im ATSV verfolgte, muss dem langjährigen Vorsitzenden Karl Zintl beipflichten: Hier existiert ein mittleres Wirtschaftsunternehmen mit Investitionen in den zurückliegenden drei Jahren von etwa 90 000 Euro. Und dabei würden sogar Arbeitsplätze geschaffen. Alleine die Futterkosten für die Pferde betragen halbjährlich 40 000 Euro.

In seinem Bericht bei der Jahresversammlung zählte Zintl aktuell 477 Mitglieder beim Reitverein, davor jeweils die Hälfte Erwachsene und Jugendliche/Kinder. Bei der Trennung nach Geschlechtern überwiege jedoch die Weiblichkeit mit etwa 85 Prozent. Die Zahl der Reitstunden bewegt sich in den zurückliegenden Jahren um die 5000.

Fast 50 Pferde

Ein starker Aufwärtstrend, so Zintl, sei im Bereich Voltigieren festzustellen. Derzeit sind drei Gruppen mit etwa 40 Kindern ab vier Jahren aktiv. Wegen des großen Interesses hätte es vorübergehend sogar eine Warteliste gegeben, eine Wettkampfgruppe ist in Planung. Der Pferdebestand schwanke stets zwischen 45 und 49 Tieren, davon sind neun vereinseigene Pferde. Zur Verfügung stehen auf der Vereinsanlage im Büttelloch insgesamt 21 Paddockboxen, 19 Innenboxen, 2 Außenboxen und 7 Laufstallboxen. Zintl blickte dann auf die sportlichen Veranstaltungen zurück, darunter die Reit-, Spring- und Dressurturniere. Im vergangenen Jahr sei mit 58 Teilnehmern bei der Abnahme des Reitabzeichen ein Spitzenwert erzielt worden. Bei den Turnieren bewegte sich die Anzahl der Starter zwischen 350 und 450, die Meldungen lagen aber zwischen 500 und 600.

Großen Wert legt man beim Reitverein auf die Ausbildung. Derzeit hat der Verein zwei Trainerinnen C und eine in Ausbildung, zwei zertifizierte HBP-Betreuerinnen (heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd), drei Trainerassistenten, einen Pferdewirtschaftsmeister, eine Longenführerin für Anfänger und vier Betreuerinnen für das Voltigieren. Bei dem großen Areal des Reitvereins im Büttelloch fallen ständig Investitionen an. Mit den eingangs erwähnten 90 000 Euro wurde unter anderem ein Voltigierpferd gekauft. Trotz dieser hohen Ausgaben sind die Finanzen des Vereins in Ordnung. 2016 sind wieder eine zweitägige Reit- bzw. Dressurveranstaltung im Mai, ein Voltigiertag im Juli und ein Tag der offenen Tür vorgesehen.

Gemeinschaft wichtig

Vorsitzender Karl Zintl appellierte an die Mitglieder, dass bei einem Verein dieser Größe das Gemeinschaftsgefühl immer im Vordergrund stehen müsse. Zusammenhalt und Rücksichtnahme seien sehr wichtig. Es sollte auch mal deutlich erwähnt werden, dass der Reitverein für verhältnismäßig wenig Geld viel bietet. Zintls Dank galt neben den Vorstandskollegen den Ausbildern (mit Rosen) und allen Mitarbeitern und Helfern, auch den Sponsoren. 3. Bürgermeister Norbert Schuller dankte dem Verein für die geleistete Arbeit. ATSV-Hauptvorstand Heinrich Bayreuther freute sich über den hohen Anteil von Kindern und Jugendlichen in der rührigen Sparte des Vereins.

Zügig gingen die Neuwahlen über die Bühne, hierbei wurde Karl Zintl als Vorsitzender bestätigt, auch Hans Kopatsch als 2. Vorsitzender und Sandra Dietl als 3. Vorsitzende. Iris Reiter bleibt Kassiererin, die Posten der Schriftführerinnen bekleiden jetzt Steffi Zeus und Elena Reiter. Die weiteren Vorstandsmitglieder: Kassenprüfer Jürgen Roll, Martin Kühn, Jürgen Schuller, Voltigieren Liesa Dostler, HBP Susi Schuller, Jugendwarte/Jugendsprecher Ramona Zeitler, Anna-Lena Ott, Tanja Baumert.

Höherer Beitrag

Abgestimmt wurde am Ende der Versammlung über eine Beitragserhöhung, auch ein Familiebeitrag stand zur Diskussion. Ab 1. Januar 2016 zahlen Erwachsene 50 (bisher 40) Euro und Kinder 40 (bisher 30) Euro, jedes weitere Kind 30 Euro.
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