Warmer Geldregen für Eishalle

21 Jahre nach der Einweihung der Eishalle übernimmt der Landkreis 30 Prozent des Defizits, das jährlich ohne kalkulatorische Kosten anfällt. Bild: jr
Lokales
Tirschenreuth
25.03.2015
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Die Mitterteicher Eishalle bleibt eine städtische Einrichtung. Allerdings bekommt sie eine kräftige Finanzspritze vom Landkreis: Auf maximal 50.000 Euro Unterstützung jährlich einigte sich der Kreisausschuss am Montag.

Diese Regelung soll in den nächsten fünf Jahren gelten. Eigentlich waren vom Kreisausschuss nur jeweils 30.000 Euro Zuschuss angedacht, und zwar für die kommenden drei Jahre. Das hätte nach Ansicht von Günter Kopp (Zukunft Landkreis Tirschenreuth) auch gereicht: "Das wäre in meiner Fraktion vielleicht noch durchsetzbar." 50 000 Euro im Jahr aber seien es nicht. "Das sind in fünf Jahren 250.000 Euro an freiwilligen Leistungen", unterstrich er das Bemühen um eine Konsolidierung des Landkreis-Etats.

"Die Stadt Mitterteich kann die Eishalle nicht mehr alleine schultern", ergriff CSU-Sprecher Toni Dutz Partei für den Antrag des Mitterteicher Bürgermeisters Roland Grillmeier. Der hatte den Ausgleich des halben jährlichen Defizits gefordert, nachdem eine komplette Übernahme der Halle durch den Landkreis unrealistisch ist. Schließlich muss nicht nur die Stadt Mitterteich, sondern auch der Landkreis Tirschenreuth sparen.

"Nahezu einstimmig" war die CSU-Fraktion nach längerer Debatte zum Beschluss gekommen, den Mitterteichern mit folgender Formel unter die Arme zu greifen: 30 Prozent des jährlichen Defizits übernimmt der Landkreis, maximal jedoch 50.000 Euro. Nachdem das Minus in den vergangen drei Jahren schon zwischen 107.000 und 144.000 Euro gelegen hatte, wird sich der Zuschuss des Landkreises künftig wohl nicht wesentlich unter 50.000 Euro bewegen.

Toni Dutz begründete das größere finanzielle Engagement mit der überregionalen Bedeutung der Eishalle. Sein Fraktionskollege Grillmeier untermauerte dies mit der Aussage, mehr als die Hälfte der Nutzer seien Auswärtige. Besonders zur Eisdisco kämen viele jugendliche Besucher, auch aus dem Raum Erbendorf und Kemnath. "Wir haben den höchsten Anteil an freiwilligen Leistungen im Landkreis. Wir haben die Halle über 20 Jahre getragen", dankte der Bürgermeister für die Unterstützung.

Summe verkraftbar

Schließlich konnte sich auch Landrat Wolfgang Lippert für den CSU-Vorschlag erwärmen: "Die Eishalle ist uns sehr wichtig." SPD-Fraktionssprecher Rainer Fischer hielt die Summe ebenfalls für verkraftbar. Er konnte sich in dem Zusammenhang einen Seitenhieb auf die jährlich jeweils rund 80.000 Euro Beteiligung der Städte Waldsassen, Mitterteich und Tirschenreuth am "staatlichen" Sibyllenbad nicht verkneifen. Mit Ausnahme von Günter Kopp votierte der Kreisausschuss für die auf 50.000 Euro gedeckelte Unterstützung für die Mitterteicher Eishalle.
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