Weg in eine grüne Zukunft

Bei einem "Tag der offenen Tür" können sich am Sonntag Interessierte von der Leistungsfähigkeit des BBV-Kreisverbandes überzeugen. Im Bild (von links) Stephan Thoma, Petra Schaumberger, Albert Wolfrum, Franziska Müller, Ulrich Härtl und Sebastian Grillmeier. Um 10 Uhr ist im Foyer des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Tirschenreuth ein kleiner Festakt. Dazu gibt es Weißwürste und Brezen, Kaffee und Kuchen. Bild: Grüner
Lokales
Tirschenreuth
03.09.2015
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Die Versorgung der kriegsgebeutelten Bevölkerung mit Lebensmitteln, das war nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die zentrale Aufgabe der Bauern. Dazu bedurfte es einer starken Organisation. Und diese Interessensvertretung ist heute noch so wichtig wie vor 70 Jahren.

Die amerikanische Militärregierung wollte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: So einmal die katastrophale Ernährungssituation damals so schnell wie möglich beheben und gleichzeitig eine Organisation mit demokratischem Aufbau ins Leben rufen. Und so kam es bereits vier Monate nach Kriegsende zur Gründung des Bayerischen Bauernverbandes.

Er erfüllt für seine Mitglieder gleich eine dreifache Funktion. So ist er nicht nur die Interessensvertretung der Bauern, sondern versteht sich auch als Berater und Dienstleister und erfüllt vom Staat übertragene Aufgaben. Rund 1800 Mitglieder zählt der Bauernverband im Landkreis, 300 mehr als es momentan landwirtschaftliche Betriebe hier gibt. "Viele Ehemalige halten uns die Treue", weiß Kreis-Geschäftsführer Ulrich Härtl.

Wann die Kreisgruppe Tirschenreuth ins Leben gerufen worden ist, lässt sich heute nicht mehr genau sagen. Bei der Zusammenlegung der beiden Geschäftsstellen Kemnath und Tirschenreuth im Zuge der Gebietsreform 1972 und dem späteren Umzug nach Tirschenreuth sind wohl einige Schriftstücke verloren gegangen. Kreisobmänner waren damals Max Kormann (Kemnath) und Eduard Klupp (Tirschenreuth). Danach folgten Max Zintl (1977 bis 2002), Gregor Zölch (2002 bis 2012) und seither Ely Eibisch. Kreisbäuerin war damals Helene Lehner.

30 Jahre lang übte Monika Ernstberger das Amt aus, seit 2007 steht Christa Söllner an der Spitze der Landfrauen. Als Geschäftsstellenleiter fungierten von 1960 bis 1989 Hieronymus Auer und - nach kurzen Gastspielen von Wenzel Striegel und Peter Rosipal - seit 1993 Ulrich Härtl. Seit 1995 ist der Bauernverband im "Grünen Zentrum" von Tirschenreuth, im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit untergebracht. Gerade die stark gesunkenen Erzeugerpreise vor allem für Milch und Fleisch machen den Betrieben heute zu schaffen. "In den Supermärkten und Discountern werden unsere hochwertigen Produkte oft zu Schleuderpreisen verramscht", sagt Kreisobmann Ely Eibisch. Da müssten alle Landwirte an einem Strang ziehen. "Die Land- und Forstwirtschaft weist in vielen Bereichen den Weg in eine grüne Zukunft, grün wie die Farbe unseres Verbandes."
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