Weiche Rute und steifes Kevlar

Die 20 Kinder aus Bärnau verbrachten ihr Schnupperangeln im Rahmen des Ferienprogramms am Stausee in Liebenstein. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
26.08.2015
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Wer Fische fangen will, braucht mehr als nur eine Angel, eine Rolle und einen Köder. Was alles dazugehört, um erfolgreich am Wasser zu sein, erfuhren 85 Kinder bei vier Veranstaltungen, die der Fischereiverein Stiftland (FVS) im Ferienprogramm angeboten hat.

Welche Rute brauche ich für einen bestimmten Fisch? Ist für meinen Zielfisch eher eine weiche oder doch die härtere Aktion von Vorteil? Ist eine dehnbare, monifile Schnur oder steifes Kevlar als Vorfach besser? Welche Hakengröße und -form ist die richtige? Nehme ich eine Standard- oder eine Weitwurfrolle? Angle ich auf Grund, im Mittel- oder Flachwasser?

Erstaunliche Weiten

Ein Fragenkatalog, den man endlos verlängern könnte. Während der paar Stunden am Wasser wurden natürlich nicht alle Fragen beantwortet. Aber soweit brachte der Kurs die Jungangler, dass sie am Ende ihre Angel selbst zusammenbauen und beködern konnten und beim Auswurf des Köders bereits erstaunliche Weiten erzielten. Fachkundige Anleitung zahlt sich eben aus. Etwa 30 Betreuer des Vereins, darunter viele aus der Jugendgruppe, sorgten dafür, dass neben der grauen Theorie auch die Praxis nicht zu kurz kam. Mit Erfolg. Denn trotz der Gluthitze, alle Veranstaltungen fanden an den heißesten Tagen des Jahres statt, fingen die Neulinge recht gut. In der Hauptsache bestand die Beute aus Brachsen und Rotaugen. Aber auch der eine oder andere Karpfen konnte dem perfekt platzierten Köder nicht widerstehen.

Wer wollte, durfte seine Beute natürlich mit nach Hause nehmen. Die Fische wurden von Siegfried Schuhmann und Alexander Schubert küchenfertig vorbereitet. Im Begleitprogramm waren Zielwerfen mit der Angel oder auch Ball- und Wasserspiele angesagt.

Vier Veranstaltungen

Insgesamt führte der FVS vier gesonderte Veranstaltungen durch. Daran nahmen 18 Kinder aus Tirschenreuth, 27 aus Marktredwitz 20 aus Bärnau und ebenfalls 20 aus Waldsassen teil. Denen standen insgesamt etwa 20 Betreuer zur Seite. Die Tirschenreuther und Marktredwitzer Kinder fischten am Rothenbürger Weiher, die Waldsassener an der Bergauergrube bei Schloppach und die Bärnauer am Stausee Liebenstein. Wie immer wurden alle mit Brotzeit und reichlich Getränken versorgt.
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