Weihnachtswelt in Rot

Lokales
Tirschenreuth
30.11.2014
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Der "Böhmische" bläst am Samstag durch den Fischhof-Park. Nasskaltes Spätherbstwetter dominiert. Von Winter keine Spur. Als die Lichter im Park angehen, sind die widrigen Wetter-Begleiterscheinungen vergessen. Die vielen Besucher schauen auf eine Szenerie, die anmutet, als sei sie nicht von dieser Welt.

Auch beim dritten kunsthandwerklichen Weihnachtsmarkt in Folge haben sich die Lions-Freunde, einmal mehr, selbst übertroffen. Exakt 296 000 LEDs verwandelten am Wochenende die Fischhofbrücke und das Areal des Amtsgerichts in eine Weihnachtswelt der ganz besonderen Art. Rot ist heuer, nach Blau im vergangenen Jahr, die Farbe des Weihnachtsmarktes.

Unterbrochen ist der kräftige Hintergrundton nur durch die nahezu weißen "Snowflakes", die den Baum im Fischhof und die Eingangsbereiche zieren, sowie das warme Gelb, das von innen die beiden Zelte über der Brücke durchleuchten. Mehrere Kilometer Stromkabel seien in den vergangen drei Wochen verlegt worden, um dieses Szenario zu schaffen, sagte der Hauptorganisator der Lions, Franz Göhl, bei der Eröffnung.

Den Menschen helfen

Der Hausherr des Fischhofs, Amtsgerichtsdirektor Thomas Weiß scherzte: "Hier herrschte mehrere Wochen lang das totale Chaos aus Gabelstaplern, Unmengen von Holz, Toilettenhäuschen und vielem mehr. Bis viele fleißige Helfer nach und nach die Teile dorthin brachten, wo sie hingehörten, und eine Budenstadt bauten, die ihresgleichen sucht." Während dieser Zeit sei eigentlich nur einer immer entspannt dahergekommen, Franz Göhl. Gerne habe man im Gericht die kleinen Unannehmlichkeiten auf sich genommen, ist der Zweck des Spektakels doch nur der eine, anderen Menschen zu helfen.

Schönste in der Oberpfalz

Franz Stahl dankte vor allem den Kommunen aus der Region, die mit eigenen Buden den Weihnachtsmarkt unterstützen. Nicht ohne Stolz verkündete Lions-Präsident Dr. Wolfgang Kunte, dass der Weihnachtsmarkt mittlerweile einer der größten und "sowieso der Schönste" in der Oberpfalz sei. Ging es bei den ersten beiden Auflagen oftmals ziemlich eng zu, hindert diesmal kein Zelt und keine Bude an der falschen Stelle ein problemloses Durchkommen. Entspanntes Gehen statt Geschiebe machte das Schlendern durch die Budenstadt zum Genuss. Und in der ist alles zu finden, was das Herz begehrt, sowohl von der kunsthandwerklichen als auch von der kulinarischen Seite her betrachtet. 120 Aussteller praktisch aus ganz Bayern hielten ein üppiges Angebot vor.

Mit Christkind

Am Samstag spielten schon vor der Eröffnung bereits zum 20. Mal Kinder der Kreismusikschule für Kinder in Not gegenüber im Sitzungssaal des Landratsamts. Der städtische Kindergarten begeisterte im Weihnachtszelt mit einem Weihnachtsspiel. Am Abend erschien auch das Christkind vor dem Rathaus. Natürlich war auch der Nikolaus vor Ort und verteilte Geschenke an die Kinder. Musikalisch stimmten am Wochenende die Tirschenreuther Jagdhornbläser und der evangelische Posaunenchor auf die Weihnachtszeit ein.

Weiterer Termin

Wer am Samstag und Sonntag keine Zeit hatte, kann den Tirschenreuther kunsthandwerklichen Weihnachtsmarkt am kommenden Wochenende, 6. und 7. Dezember, noch einmal genießen. Dann ist der Markt am Samstag von 15 bis 22 Uhr und am Sonntag von 13 bis 20 Uhr geöffnet. Am Sonntag um 15.30 Uhr tritt Kammersänger Peter Rothemund mit Tochter Eva-Maria im Weihnachtszelt auf. Am Sonntag um 15 Uhr bieten Lehrer und Schüler der Kreismusikschule weihnachtliche Weisen im Weihnachtszelt.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/weihnachtsmarkt2014
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