Weniger Verlust

Foto aus HUP-Import
Lokales
Tirschenreuth
30.10.2015
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Das gab es seit über 20 Jahren nicht mehr: Der Bevölkerungsrückgang im Landkreis ist nur zweistellig. Im zweiten Halbjahr 2014 lag der Verlust bei 23 Bürgern. Im ersten Halbjahr waren es noch 184.

Dass der demografische Wandel dauerhaft gestoppt ist, hoffen freilich nur Optimisten. Doch es gibt Anzeichen, dass es nicht mehr so rapide abwärts geht mit den Einwohnerzahlen. Schließlich schrumpfte der Landkreis in den vergangenen Jahren jeweils um etwa 500 Leute. In der Rechnung spielen Asylbewerber und Flüchtlinge keine geringe Rolle. Denn sie zählen in der Bevölkerungsstatistik. Nur Not- und Erstaufnahmelager fließen nicht ein.

Zwei Orte fallen durch besonders hohe Zuwächse auf: Kemnath hat um 69 Einwohner zugelegt. Das liegt nicht nur an steigenden Geburtenzahlen, sondern auch an den Asylbewerbern, von denen die ersten im Herbst 2014 im Stadtgebiet einquartiert wurden. Daran kann der Zuwachs in Plößberg nicht liegen, denn in dieser Gemeinde gibt es bislang noch keine Flüchtlinge. Dass es am Ende des Jahres gleich 54 Einwohner mehr waren, liegt höchstwahrscheinlich am neuen Seniorenwohnheim. Das Haus mit 60 Plätzen wurde im zweiten Halbjahr 2014 eröffnet.

Zu- und Wegzüge, Geburten und Sterbefälle: All das fließt in die Statistiken ein und kann von Ort zu Ort sehr unterschiedlich sein. So gab es in Brand, wo viele Asylbewerber untergebracht sind, 19 Einwohner mehr zum Jahresende. Mit 15 fast den gleichen Zuwachs vermeldet Kastl - ganz ohne Flüchtlinge.

Die meisten Verluste im Halbjahr musste diesmal die Kreisstadt verkraften. Mit 59 Bürgern weniger ist Tirschenreuth aber immer noch unangefochten die größte Kommune im Landkreis, gefolgt von Waldsassen und Mitterteich. In diesen beiden Städten hielt sich der Rückgang diesmal in Grenzen. Vergleichsweise stark betroffen vom Schwund sind zwei kleinere Gemeinden. Sowohl Pechbrunn als auch Neualbenreuth zählen 23 Bürger weniger.
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