Wie Maria die Kraft der Liebe nutzen - Wallfahrt mit Erzabt Edmund Wagenhofer - Gebet für ...
Das Hinhören auf Gott nicht verlernen

Die Messe zur 335. Wallfahrt für die Kirche zelebrierten (von links) Stadtpfarrer Georg Flierl, Kaplan Maximilian Roeb, Erzabt em. Edmund Wagenhofer aus Maribor in Slowenien, Dr. Josef Urbanic aus Maribor und Pater Klaus Kniffki von St. Peter. Bild: wür
Lokales
Tirschenreuth
16.03.2015
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(wür) Erzabt em. Edmund Wagenhofer, OSB, reiste aus Slowenien an, um in Tirschenreuth die 335. Wallfahrt für die Kirche anzuführen. Ein besonderes Anliegen war Stadtpfarrer Georg Flierl und Erzabt Wagenhofer das Gebet für gequälte, bedrängte Mitchristen. Ebenso bat Stadtpfarrer Flierl, verstorbene Wallfahrer mit ins Gebet aufzunehmen. Musikalisch mitgestaltet haben den Gottesdienst Karl Eibl (Gesang) und Werner Fritsch an der Orgel.

Der Erzabt zeigte sich erfreut, hier in Tirschenreuth die Messe feiern zu dürfen. Auch schätzte es der Österreicher, wieder einmal eine Predigt in deutscher Sprache halten zu können. Der Geistliche griff drei Gedanken aus dem Leben Mariens auf, um sie den Wallfahrern darzulegen.

So sei Maria "eine hörende Frau" gewesen. Hinhören zu können, jemandem zuhören, sei nichts Selbstverständliches. "In unserer stressbehafteten Zeit haben wir oft gar nicht Zeit zum Zuhören." Maria habe in der eigenen Familie gehört, was es heiße hinzuhören, auf das, was Gott einem sagen will. Ein entscheidender Augenblick, wo dieses Hinhören ganz besonders gefragt gewesen sei, "war die Botschaft des Erzengels Gabriel". Erzabt Edmund Wagenhofer: "Auch wenn Maria diese Botschaft zunächst nicht verstand. Sie verwarf die Botschaft nicht und dachte darüber nach, was sie gehört hat." Hinzuhören sei eine wichtige Aufgabe. "Höre hin auf das, was Gott sagen will. Maria will uns dazu ermahnen, diese Fähigkeit des Hinhörens nicht zu verlernen." Der Prediger ergänzte: "Wir müssen es immer wieder üben."

Meditierend

Der zweite Gedanke des hohen Geistlichen: "Maria, eine nachdenkliche Frau". Heute würde man sagen, Maria sei eine meditierende Frau gewesen. Auch da gebe es in der Heiligen Schrift einige Beispiele. Als Zwölfjähriger ging Jesus im Tempel verloren. Die Eltern machten sich große Sorgen. Als sie ihn fanden, gab Jesus zur Antwort: "Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?" Maria dachte über die Antwort nach, was diese Worte zu bedeuten haben, verdeutlichte Wagenhofer. "Und das gab ihr Ruhe und Kraft auf diesem neuen Weg, den Jesus nun zu bestreiten hatte, um die eigentliche Aufgabe in dieser Welt zu erfüllen."

Erzabt Wagenhofers dritter Gedanke: "Maria ist eine starke Frau". Auch dies habe sich in der Kindheitsgeschichte Jesu niedergeschlagen - mit der Flucht nach Ägypten, um der Verfolgung des Herodes zu entkommen. "Hier war sie stark genug, das Leid auf sich zu nehmen, in einem fremden Land Flüchtling zu werden." Maria sei immer stark geblieben - auch unterm Kreuz. "Die Liebe gab ihr die Kraft. Die Kraft erwächst aus der Liebe", so Wagenhofer.

Mutter der Kirche

Für den Prediger zeigen die drei Beispiele, "wie groß Maria als Mensch geworden ist, wie sie dadurch zur Mutter der Kirche geworden ist, zu der wir voll Ehrfurcht aufblicken dürfen, unsere Nöte und Sorgen, unsere Leiden darbringen dürfen".
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