Wilhelmine wartet auf die Gäste

Über 45 Hektar erstreckt sich das Gelände der Landesgartenschau in Bayreuth. Noch ist vieles Baustelle, doch lassen sich die Grundzüge bereits erahnen. Entlang der Auenpromenade können die Besucher durch das gesamte Gelände wandern. Bild: axs
Lokales
Tirschenreuth
25.07.2015
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Die Gartenschau und das "Sommermärchen" vor zwei Jahren hat die Menschen begeistert. Jetzt entsteht in der Wagnerstadt nur wenige Kilometer entfernt ein weiterer traumhafter Park unter der Regie der Gartenschaugesellschaft. Der Vorstand des Fördervereins konnte sich vor Ort ein Bild der Baustelle machen.

Im Nachbarlandkreis erwarteten die Besucher aus der Oberpfalz bekannte Gesichter. Mirko Streich und Claudia Lenz hatten erst vor zwei Jahren ihre Zelte in Tirschenreuth abgebrochen und waren mit der Gartenschaugesellschaft weitergezogen. Gut gelaunt empfingen sie die interessierte Gruppe, die Kontakte sind nie ganz abgebrochen. Und so startete die Führung über ein 45 Hektar großes Areal, das momentan noch von unfertigen Fundamenten, Bauschutt und zart heranwachsenden, frischen Pflänzchen dominiert wird. Die Grundzüge der Gartenschau im kommenden Jahr schälen sich langsam aus dem Gelände der Wilheminenauen. Stück für Stück entsteht ein Park, dessen Lebensader, der Rote Main, extra für die Landesgartenschau 2016 renaturiert wurde.

Schloss für Kinder

Unter dem Motto "Musik für die Augen" und mit der Symbolfigur der Markgräfin Wilhelmine erwarten die Veranstalter ab dem 22. April rund 750 000 Besucher. "Das ist eine realistische Zahl für eine Landesgartenschau", rechnet Claudia Lenz vor. Diese können dann durch 3500 Quadratmeter Beetfläche und entlang einer Auenpromenade, die das gesamte Gelände durchzieht wandern. An deren Verlauf findet sich auch die Hauptbühne, die sich in den zwei Hektar großen Auensee erstreckt. Mit Bezug auf die Historie der Stadt finden sich immer wieder "Kabinette" im Park die verschiedenen Themen gewidmet sind.

Nicht fehlen darf der Bereich mit Modell-Grab-Anlagen, die Themengärten im Eingangsbereich oder die fantasievoll gestalteten Kinderspielplätze. "Es wird ein kleines Schloss für die Kinder geben, mit Trampolinen und Spieg elkabinett", erklärt Lenz. Das langgestreckte Areal soll eine Brücke schlagen zwischen der historischen Innenstadt, dem markgräflichen Hofgarten und der spätbarocken Eremitage. Im Tal der Wilheminenaue reihen sich während der Monate der Gartenschau bis zum 9. Oktober Theateraufführungen, Konzerte und Mitmachangebote aneinander. Die Jugendlichen können sich auf einer Dirt-Bike Anlage austoben und für die jüngeren Besucher gibt es eine Kettcar-Strecke.

Beitrag aus Tirschenreuth

Etwas kurios ist der Hundeübungsplatz mitten im Gelände. Der dort ansässige Verein wollte sich partout nicht von seinem Grund und Boden trennen. "Damit müssen wir jetzt leben", so Claudia Lenz. Für gärtnerische Höhepunkte sorgt auch ein Betrieb aus der Kreisstadt. Bernd Helgert hat sich gemeldet und wird jetzt im Bereich der großflächigen Beete tausende Blumenzwiebeln stecken. Ganz ohne die Hilfe aus der Oberpfalz kommt die Gartenschau in Franken dann also doch nicht aus.
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