Windbruch wie bei einem "normalen" Frühjahrssturm
Mit blauem Auge davongekommen

Nicht nur morsche Bäume wie die Linde in Tirschenreuth hat "Niklas" entwurzelt, in den Wäldern des Landkreises sind auch gut 20 000 Festmeter Windbruch zu verzeichnen. Bild: bz
Lokales
Tirschenreuth
02.04.2015
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Wenn auch die Feuerwehren des Landkreises am Dienstag stundenlang im Einsatz waren: Die Schäden halten sich nach bisherigen Erkenntnissen in Grenzen. Zwar fegte "Niklas" mit Spitzengeschwindigkeiten von über 130 Stundenkilometern durch die Lande, knickte Bäume wie Streichhölzer, hielt sich im Wald aber sehr zurück.

Auf etwa 10 000 Festmeter schätzt Daniel Zippert den Windbruch auf den 23 000 Hektar, die der Forstbetrieb Waldsassen in der nördlichen Oberpfalz und im benachbarten Oberfranken bewirtschaftet. Bei "Kyrill" vor acht Jahren waren es zehnmal soviel. "Bei einem jährlichen Einschlag von 165 000 Festmeter geht das mit unter", meint der stellvertretende Betriebsleiter. Allerdings bringt das Bruchholz deutlich weniger im Preis.

Schwerpunkte kann Zippert keine ausmachen. "Die Schäden sind auf alle zehn Forstreviere verteilt." Das bestätigt für den Privat- und Körperschaftswald auch Johann Weber, Chef des Bereiches Forsten am Landwirtschaftsamt. "Wir haben viele Einzelfälle." Wenn auch die exakte Aufnahme noch ein paar Tage dauern wird: "Die große Katastrophe ist ausgeblieben." Angesichts von ebenfalls geschätzten 10 000 Festmetern Windbruch in seinem Zuständigkeitsbereich wertet Weber "Niklas" als "normalen" Frühjahrssturm. "Auf den Landkreis zusammengerechnet ergibt das bei 400 000 Festmetern gerade einmal 5 Prozent des jährlichen Einschlags."
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