Zehn Kommunen gründen Zweckverband für gute Entwicklung der Region
Gemeinsam sind sie stark

Hand drauf: Ihren Willen zur Kooperation erklären (vorne von links) die Bürgermeister Franz Stahl, Bernd Sommer, Roland Grillmeier, Josef Schmidkonz, Landrat Wolfgang Lippert, Lothar Müller, Klaus Meyer, (hinten von links) Frank Lagguth und Willi Perzl vom ALE, Wolfgang Kaiser, der die Verwaltungsgeschäfte führt, Johann Burger, Max Bindl und Alfred Stier. Es fehlt Ernst Neumann aus Pechbrunn. (Bild: as)
Lokales
Tirschenreuth
08.12.2014
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Für eine gute Entwicklung der Region sind solide Konzepte und Finanzen gefragt. Zu beidem soll ein Zweckverband beitragen, der im Januar gegründet wird. Zehn Gemeinden ziehen an einem Strang.

Was im Westen des Landkreises die "Steinwald-Allianz" ist, soll im Osten die "Ikom Stiftland" werden. Unter diesem Kürzel für interkommunale Zusammenarbeit rücken ab 2015 Tirschenreuth, Mitterteich, Waldsassen, Bärnau, Plößberg, Konnersreuth, Mähring, Neualbenreuth, Pechbrunn und Leonberg enger zusammen.

Sinkende Einwohnerzahlen und beschränkte Haushaltsmittel bei steigenden Anforderungen an die Kommunen - Antworten darauf soll die "Ikom" erleichtern. Denn es geht vor allem auch um die finanzielle Umsetzung konkreter Projekte. "Wir brauchen kreative Vorschläge", warb Mitterteichs Bürgermeister Roland Grillmeier schon mal um möglichst viel Bürgerbeteiligung im neuen Jahr. Seinen Sitz soll der Zusammenschluss übrigens in Bärnau haben, wo die Vorbereitungen begannen.

Gute Erfahrungen im Tourismus

"Wir sind an einem Punkt, an dem nicht mehr alle alles machen können", bekräftigte Grillmeier. Er verwies auf gute Erfahrungen im Bereich Tourismus durch die Arge Stiftland. Ansätze gebe es etwa bei wirtschaftlichen Bemühungen, in der gemeinsamen Werbung, im Radwegebau und auf vielen weiteren Feldern. Auch die Idee einer Zahnradbahn zum Tillenberg, vom Neualbenreuther Bürgermeister kürzlich ins Spiel gebracht, finde er gut. Klaus Meyer selbst beteuerte die Ernsthaftigkeit: "Das ist kein Spleen von mir."

Landrat Wolfgang Lippert war überzeugt, dass die "Ikom Stiftland" viele Schwerpunkte setzen und Ziele erreichen wird: "Gemeinsam sind wir stark. Der Landkreis ist modern und vorbildlich aufgestellt." Willi Perzl, Abteilungsleiter am Amt für Ländliche Entwicklung, nannte den Zusammenschluss zukunftsträchtig: "Das ist wie ein Strang, den man aus mehreren Fäden dreht. Daraus entsteht ein starkes Seil."

Eigenständigkeit der Gemeinden stärken

Ihren Willen zur Zusammenarbeit taten alle beteiligten Bürgermeister beim Treffen im Landratsamt kund. Vorherige Irritationen in einigen Kommunalparlamenten bei der Abstimmung über die Satzung sah Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer ausgeräumt: "Wenn es um konkrete Projekte geht, bleibt der jeweilige Gemeinderat als Souverän zuständig." Und Willi Perzl ergänzte: "Das ist keine Vorstufe zur Gebietsreform, sondern die Eigenständigkeit der Gemeinden wird gestärkt."
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