Zehn Kommunen im Stiftland nehmen die Interkommunale Zusammenarbeit auf - Bessere Entwicklung ...
Heimatminister wird der Hauptadressat

Die Bürgermeister der "IKOM Stiftland" erklären sich zur interkommunalen Zusammenarbeit bereit. Mit im Bild Vorsitzender Roland Grillmeier (sitzend Mitte) und sein Stellvertreter Klaus Meyer (sitzend rechts) sowie (stehend von links) Wirtschaftsförderer Manfred Dietrich und Willi Perzl (Amt für Ländliche Entwicklung) sowie Geschäftsführer Wolfgang Kaiser (rechts). Bild: jr
Lokales
Tirschenreuth
09.04.2015
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"Packen wir es an, es gibt viel zu tun", sagen die Bürgermeister der "IKOM Stiftland". Darin bekunden zehn Gemeinden mit fast 37 000 Einwohnern den Willen zur interkommunalen Zusammenarbeit. Die entsprechende Erklärung wurde jetzt bei der ersten gemeinsamen Sitzung im Rathaus Tirschenreuth unterschrieben. Gleichzeitig wurde Dr. Robert Leiner aus München beauftragt, ein Entwicklungskonzept zu erarbeiten. Das soll bis Mitte 2016 vorliegen und die Grundlage der Zusammenarbeit bilden.

Geleitet wird die "IKOM Stiftland" vom Mitterteicher Bürgermeister Roland Grillmeier (wir berichteten). Er betonte: "Wir fangen nicht bei null an." Gleichzeitig kündigte er eine enge Zusammenarbeit mit der "Steinwald-Allianz" an. "Wir haben viele Ideen, die müssen auf Umsetzbarkeit überprüft werden." Wichtig sei auf jedem Fall eine Stärkung des Ländlichen Raums. "Markus Söder wird daher unser Hauptadressat werden", kündigte Grillmeier schon mal an. Das nächste Treffen soll am 4. Mai in Waldsassen stattfinden. Willi Perzl (Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz) sah in der interkommunalen Zusammenarbeit den Schlüssel zu einer mögliche Förderung und Unterstützung von Projekten. Dr. Markus Leiner will versuchen, die gemeinsamen Entwicklungsvorstellungen der zehn beteiligten Kommunen Tirschenreuth, Mitterteich, Waldsassen, Bärnau, Plößberg, Konnersreuth. Mähring, Neualbenreuth, Leonberg und Pechbrunn zusammenfassen. Ein Leitbild soll die mittel- und langfristige Zielsetzung beschreiben, mit verschiedenen Maßnahmen und Projekten, die im Stiftland in den kommenden 10 bis 15 Jahren umgesetzt werden sollen.

Dr. Leiner kündigte im Gespräch mit dem NT an, dass der Prozess zunächst mit einer Bestandsaufnahme und Gesprächen vor Ort beginnt. Anschließend werden gemeinsam mit allen Stiftland-Kommunen die Stärken und Schwächen sowie die Chancen und Risiken der Region Stiftland identifiziert.

Darauf aufbauend sollen Ziele und Handlungsschwerpunkte der interkommunalen Kooperation formuliert und abgestimmt werden. Hierzu finden heuer im Spätherbst Regionalkonferenzen statt, an denen sich auch die Bürger beteiligen können. Gemeinsam mit den Akteuren vor Ort wird anschließend ein Handlungsprogramm ausgearbeitet. Sobald das Konzept im Sommer kommenden Jahres vorliegt, kann die Umsetzung mit öffentlichen Fördermitteln durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) unterstützt werden.
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