Zellers Vogelhändler im See

Acht Meter hinter Franz Stahl, Vinzenz Rahn und Peter Geyer (von links) entsteht die Seebühne im Wasser. Bild: tr
Lokales
Tirschenreuth
23.01.2015
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Der Geist der Gartenschau schwebt weiterhin über dem Fischhof-Park. Sichtbar wird er diesen Sommer in Gestalt einer Seebühne, die per Steg mit dem Festland verbunden ist. Dort erwartet die Besucher fünf Wochen lang eine kulturelle Veranstaltung nach der anderen.

Viele Orte haben ihr Gartenschau-Gelände nach dem offiziellen Programmablauf stark zurückgebaut. Bei manchen erinnern die Flächen nur noch schwer erkennbar an ein ehemaliges Gartenschauareal. Nicht so in Tirschenreuth. Hier ist ein Stadtpark entstanden, der enorme Anziehungskraft auf die Bevölkerung hat, nicht nur der einheimischen. Ein rühriger Förderverein mit Vinzenz Rahn an der Spitze, sorgt dafür, dass das Gelände nicht nur picobello dasteht, sondern, dass es auch genutzt wird. Die Stadt steht für die finanzielle Ausstattung gerade.

Aus Bürgerfesterlös

So wird es auch beim neuesten Projekt sein, vorausgesetzt der Stadtrat stimmt in seiner Sitzung am 29. Januar den Plänen zu. Rund 10 000 Euro rechnet der Fördervereinsvorsitzende für Bau und Installation einer Unterkonstruktion, die eine sechs mal sechs Meter große Rundbogen-Bühne mitten im Fischhof-Teich tragen soll. Die eigentliche Bühne ist bereits gekauft. Die 12 000 Euro dafür stammen aus dem Erlös des Bürgerfestes. Die Bühne gehört allen Vereinen und ist auch außerhalb des Sees verwendbar.

Dazu wird sie mit einem Kran von der Plattform auf den Platz am See gehievt und in maximal zwei Stunden in ihre Einzelteile zerlegt, auf ein entsprechendes Fahrzeug verladen und zum nächsten Einsatzort transportiert. Genau andersherum passiert es heuer im Frühsommer. Da wird die Bühne auf dem Platz am See zusammengebaut und mit dem Kran auf die Unterkonstruktion im See platziert. Vom 29. Mai bis zum 28. Juni geht dann der erste Tirschenreuther Kultursommer mit einem opulenten Programm im Fischhof-Park über die Seebühne.

Test im Bauhof

Die Unterkonstruktion baut der Bauhof, sobald die Statikberechnungen abgesegnet sind. Platziert wird sie zwischen der Max-Gleißner-Brücke und dem Restaurant "Seenario". Die Bühne ist acht Meter vom Ufer entfernt und über einen Steg erreichbar. Damit sich die Vereinsvertreter schon einmal ein Bild von der Bühne machen können, wird sie demnächst im Bauhof aufgebaut. Um die neue Errungenschaft auf mehrere kompetente Schultern zu verteilen haben die Verantwortlichen sogar ein zehnköpfiges Technik-Team um Karl und Tobias Schwägerl, Vinzenz Rahn und Herbert Schertler zusammengestellt. Die Bauarbeiten beginnen frühestens nach der Passions-Premiere, weil dort die Verantwortlichen ebenfalls eingebunden sind. "Die Seebühne hebt das Ambiente des Areals nocheinmal gewaltig", sagt Bürgermeister Franz Stahl. "Wer hat schon so etwas, wo ist die nächste Seebühne", hebt er das Alleinstellungsmerkmal heraus. Die Idee dazu stammt ebenfalls vom Rathauschef, der diese Attraktion schon zur Gartenschau hatte haben wollen.

Die neue Bühne ergänzt die bereits vorhandene. Die ist von der Fläche her genauso groß und bereits auf einem Hänger montiert. Das zwanzig Jahre alte Teil wird renoviert und dann eingesetzt, wenn Engpässe entstehen. "Dann können wir auch beim Bürgerfest zwei Bands an zwei verschiedenen Stellen auftreten lassen", denkt Peter Geyer laut nach.

Keine Konkurrenz

Vinzenz Rahn unterstreicht, dass die Kunst- und Kulturveranstaltungen während des Sommers keinesfalls als Konkurrenz zu den Vereinen selbst aufgefasst werden dürften. "Hierbei geht es um ganz andere Dinge als die klassischen Vereinsfeste."
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