Zuversicht nicht nehmen lassen

Lokales
Tirschenreuth
13.03.2015
17
0

Jeder hat Angst vor irgend etwas! Referent Georg Dresel sagte beim 56. Ökumenischen Frauenfrühstück, warum man sich nicht fürchten muss.

Bei einem leckeren Frühstück genossen 174 Frauen die Veranstaltung mit unterhaltsamen Rahmenprogramm. "Fürchte dich nicht" lautete das Motto, Referent war Georg Dresel aus Kulmbach. Kurzfristig sprangen Rosi Kirchmann und Thomas Franz für den musikalischen Part ein, nachdem das "Neualbenreuther Zwio" wegen Krankheit absagen musste.

Moderatorin des Vormittags war Doris Schröder, die auch gleich auf das nächste Frauenfrühstück am 13. Juni zum Thema "Ihr seid das Salz der Erde - Über die Prise Humor im Christentum" mit Referentin Dr. Gabriele Zinkl aus Regensburg hinwies. Diesmal durften die 14 Kinder, die während des Frühstücks in der Kinderbetreuung bestens untergebracht waren, das Anspiel übernehmen. Mit dem Spiel "Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann" sausten sie durch die Mehrzweckhalle, bevor Ingrid Schmaus sich mit Fragen zum Thema "Fürchte dich nicht" auseinandersetzte. Jeder habe Ängste im Leben: In der Kindheit vor Gewitter, Dunkelheit, vor dem Fliegeralarm im Krieg oder wegen der Panik bei der Vertreibung. "Heute ist die Gefahr vor Mobbing groß." Erwachsene heute hätten oft Zukunftsangst, so Ingrid Schmaus. Dazu komme vielleicht Angst vor Krankheit, Partnerverlust, Demenz, Alzheimer oder vor dem Sterben.

Nicht nur leere Worte

Was die Menschen früher und heute tröstete, seien Eltern, Freunde, die Familie, aber auch das Gottvertrauen. 365 Mal werden die Menschen in der Bibel ermutigt mit dem Satz "Fürchte dich nicht, hab keine Angst" - und das in verschiedenen Lebenssituationen. "Habe keine Angst, ich bin dein Gott, ich helfe dir, ich halte dich", das wurde vor sehr langer Zeit aufgeschrieben. Können das nur "leere Worte" sein, fragte sich Schmaus. Georg Dresel wusste, dass es nicht so ist. Eigentlich sollte seine Frau - bereits zum vierten Mal - am Rednerpult stehen, "aber der Herr hat sie heimgerufen". Er konnte deshalb einiges aus eigener Erfahrung erzählen, warum wir uns nicht fürchten müssen.

"Die Menschen fragen sich mehr denn je, wie soll das noch weitergehen." In den Medien überschlagen sich die negativen Überschriften und Berichte, so dass die Lebensfreude darunter leidet. 60 Prozent der Deutschen haben laut Umfrage Angst. Und das in einem Wohlstandsland wie Deutschland! "Wir werden mal als Angstvolk in die Geschichte eingehen", befürchtete Dresel. "Wir fühlen uns eingeengt, können nicht so leben wie wir möchten. Manche gehen zum Wahrsager, andere nicht aus dem Haus, ohne ihr Horoskop zu lesen. Doch das meiste trifft nie ein. Andere vertrauen auf die Macht des Arztes, auf Geld, ein Maskottchen. "Es ist gut, dass wir nicht wissen, was auf uns zukommt, das ist Gnade", weiß Dresel.

Sich sorgen ändert nichts

Das Leben sei eine geheimnisvolle Reise - und das ist gut so, denn sonst wäre es nicht auszuhalten. "Lassen Sie sich die Zuversicht nicht nehmen, freuen Sie sich auf den Tag und lassen Sie die Sorgen weg." Ein Hamster laufe mehr als 10 000 Kilometer in seinem Hamsterrad - und ist doch immer noch in seinem Käfig. "Ähnlich ist es mit Sorgen: 365 Tage im Jahr Sorgen, aber Sie sind immer noch in Ihrem Käfig." Durch "sorgen" ändere sich aber überhaupt nichts an den Umständen.

"Sorgen sind die Mäuse, die den Käse von morgen fressen." Lieber sollte man sich am Tag und am Leben freuen. Man sollte fremde Mächte nicht in sein Leben eindringen lassen. Jeder werde oft von Ängsten überfallen. Gott habe uns die Angst gegeben, damit wir uns schützen. Eine Urangst sei die Angst vor dem Tod. Jeder müsse, wenn er vor Gott steht, Rechenschaft ablegen. Doch Gott habe mit froher Botschaft vorgesorgt: "Die durch Furcht vor dem Tode in Knechtschaft gehalten wurden, können befreit werden." Der Heiland habe die Schuld am Kreuz weg getragen, hat unseren Tod erlitten, damit wir leben können. Jesus sei unter uns bis ans Ende der Welt. Wer seine Schuld erkennt, blickt auf Jesus, legt seinen Hochmut ab und setzt sein Vertrauen auf den Auferstandenen. "Keiner hat es bisher bereut."

Dresel: Jesus hält Wort

Seine Frau habe das getan. Viele seien von ihrem Krankenbett gestärkt weg gegangen. "Sie hatte so eine Kraft." Das Vakuum im Menschen könne nur Gott ausfüllen. Jesus hält Wort, er lügt nicht "Wer zu Gott kommt, wird nicht weg gestoßen", würde seine Frau sagen. "Mach die Sache fest, solange du kannst. Mit Gott können wir getrost unseren Weg gehen, er sorgt für seine Kinder."
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.